Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Revision im Gersteinwerk

STOCKUM Ein paar hundert Euro kostet´s, wenn Otto Normalverbraucher seinen fahrenden Untersatz zur Wartung in die Werkstatt bringt. Deutlich teurer wird´s, wenn im Stockumer Gersteinwerk die große Inspektion fällig ist.

/
Ein Kanal der Rauchgasentschwefelung von außen mit dem Einstieg für die Arbeiter.

Durch mehrere Hundert solcher Düsen (Stückpreos ca. 400 Euro) wird das Wasser in die REA gesprüht.

Hier hinein: Durch diese Öffnung klettern die Mitarbeiter von Wolfgang Witt in die Rauchgasentschwefelungsanlage.

„Die Revison kostet einen zweistelligen Millionen-Betrag“, erklärt Manfred Hollekamp, für die technische Planung der RWE-Kraftwerke in der Region Ost verantwortlich.

Die große Inspektion des Kohleblocks wird alle drei Jahre durchgeführt. So soll gewährleistet sein, dass es während der Betriebszeiten nicht zu Pannen und Produktionsausfällen kommt.

Während der seit dem 22. Mai laufenden Arbeiten wird indes kein Strom in Stockum gewonnen, denn die Überholung der Turbinen ist ein wichtiger Bestandteil der Revision. Ein weiterer Schwerpunkt auf dem Wartungsplan ist die Überholung der Rauchgasentschwefelungsanlage (REA). Sie sorgt dafür, dass kein saurer Regen die Umwelt schädigt.

Unter den Top Ten

Diese Anlage, Baujahr 1984, ist – zumindest im Vergleich zu einem Auto – schon ein Oldtimer, technisch gesehen aber up to date. Denn, und darauf ist Manfred Hollekamp stolz: „Wir haben allein in den vergangenen drei Jahren ungefähr zehn Millionen Euro in die REA gesteckt.“ Der Effekt: Der ohnehin schon niedrige Schwefeldioxidausstoß konnte nochmals um mehr als die Hälfte gesenkt werden.

„Damit gehören wir zu den Top Ten unter den Kohlekraftwerken“, sagt Hollekamp. Und noch etwas freut den Kraftwerker und seinen Kollegen Rüdiger Schäfer: Viele Aufträge für die Revision, bei der sich bis zu 900 Fachleute von Fremdfirmen auf dem Kraftwerksgelände tummeln, gehen nicht an Großunternehmen, sondern an mittelständische Betriebe aus der Region.

Aufträge an Mittelstand

Als „Kronzeugen“ führt Hollekamp z. B. Josef Wierling mit seiner Firma, die in Capelle sitzt, und Wolfgang Witt von der K&W GmbH, die ebenfalls in Capelle zu Hause ist, an. Wierling ist auf die Produktion und Reparatur von Edelstahlleitungen, Schiebern und von bis zu neuen Meter großen Klappen für die REA spezialisiert. K&W bringt speziell in der Rauchgasentschwefelungsanlage den wichtigen Korrosionsschutz an.

Hollekamp sieht in der Zusammenarbeit mit regionalen Mittelständlern einen entscheidenden Pluspunkt: „Im Notfall sind diese Firmen extrem flexibel, ein Anruf genügt, und schon kommt jemand.“ Nicht zuletzt dank dieser Unternehmen ist sich Manfred Hollekamp ganz sicher: „Am 14. Juli ist die Revision abgeschlossen.“

/
Ein Kanal der Rauchgasentschwefelung von außen mit dem Einstieg für die Arbeiter.

Durch mehrere Hundert solcher Düsen (Stückpreos ca. 400 Euro) wird das Wasser in die REA gesprüht.

Hier hinein: Durch diese Öffnung klettern die Mitarbeiter von Wolfgang Witt in die Rauchgasentschwefelungsanlage.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Werne Nun ist es offiziell: Der Landesbetrieb Wald und Holz hat die Wälder im Kreis Unna wieder freigegeben. Das Absperrgitter am Werner Stadtwald steht allerdings noch.mehr...

Bahnstrecke zwischen Lünen und Dortmund wieder frei

Zug fährt bei Schwansbell über Draisine - keine Verletzten

Lünen Die Eurobahn-Strecke zwischen Dortmund und Lünen ist nach einem Bahnunfall wieder freigegeben. Am frühen Nachmittag ist dort ein Zug der Linie RB50 über eine Draisine gefahren. Alle Passagiere blieben unverletzt - es kann momentan noch zu Verschiebungen im Fahrplan kommen. Die Bundespolizei ermittelt.mehr...

Werne Die Werner Innenstadt soll aufblühen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Das Stadtmarketing sucht Paten, die Blumenampeln finanzieren, die an Laternen angebracht werden sollen. Arbeit ist für die Paten damit nicht verbunden. mehr...

Orgel in der Konrad-Kirche in Werne

Ein letztes Pfeifen vor dem Umzug

Werne 15 Jahre ist die Orgel in der St.-Konrad-Kirche in Werne erst alt. Nun wird sie abgebaut. Am Sonntag lauschten die Kirchgänger ihr ein letztes Mal in der gewohnten Umgebung. Es steht ein Umzug an.mehr...

Werne Nur eines ist sicher: der Tod. Jeden Menschen in unserer Stadt wird er irgendwann einmal einholen. Aber woran sterben die Werner Bürger eigentlich statistisch am häufigsten?mehr...

Werne Die Kinderstadt „Wernutopia“ geht in den Sommerferien in die nächste Runde. Die Teilnahme soll teurer werden – um bis zu 15 Euro pro Woche. Die Stadt Werne begründet diesen Schritt.mehr...