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Neuer Pächter

Strobels-Betreiber übernehmen Solebad-Restaurant in Werne

Werne Auf der Baustelle des Werner Solebades in Werne geht es gut voran. Nun haben die Verantwortlichen auch hinter den Kulissen einen wichtigen Schritt vollzogen – es gibt neue Pächter für das Restaurant.

Strobels-Betreiber übernehmen Solebad-Restaurant in Werne

Frank Gründken (v.l.), Falko Husmann, Björn Lepke, Lothar Christ und Jürgen Thöne vor der Baustelle des Solebades, wo ab 2019 nicht nur Badegäste gut essen können. Foto: Daniel Claeßen

Mit Falko Husmann und Björn Lepke hat Werne zwei „erfolgsverwöhnte Vollprofis“ (Bürgermeister Lothar Christ) für den Betrieb der Gastronomie im Solebad gewinnen können.

Wer sind die beiden künftigen Pächter?
Falko Husmann (49) und Björn Lepke (46) kamen 1992 nach Dortmund. Sieben Jahre später gründeten sie das „Speak easy“, 2003 übernahmen sie das „Barrock“, 2007 kam dann das „Strobels“ neben dem Dortmunder Stadion hinzu. „Drei Betriebe parallel war dann doch zuviel, weshalb wir uns auf das Strobels konzentriert haben“, so Husmann. Nun kommt also ab Frühjahr 2019 mit dem Solebad ein neuer Betrieb hinzu.

Sind beide Köche?
Nein, im Gegenteil: Sie haben beide eigentlich gar keine gastronomische Ausbildung. „Aber wir haben unser Leben lang in der Gastronomie gearbeitet“, erzählt Björn Lepke. Vor ihrer Dortmunder Zeit waren sie unter anderem in Frankreich tätig, haben auch drei (Lepke) beziehungsweise vier (Husmann) Jahre in der Küche gestanden.

Wofür stehen die beiden?
„Wir kommen aus der Szene, die gutes Essen mit Kneipe verbinden will“, erläutert Björn Lepke. Wobei er zugibt: „Das Solebad wird etwas ganz anders, als wir das bisher gemacht haben.“ Solebad und Gastronomie sollen ein „symbiotisches Verhältnis“ eingehen, der Gast soll Bad-Werte wie Fitness und Wohlfühlen auch im Essen wiederfinden.

Wie lief das Auswahlverfahren?
Laut Frank Gründken, Leiter des Bäderbetriebs, hat die Unternehmensberatung Altenburg das Interesse von 300 Gastronomen der Region abgefragt und an mehr als die Hälfte ein Exposé des Bäderbetriebs zur Gastronomieplanung verschickt. Am Ende wurden fünf zum ersten Bewerbungsgespräch eingeladen, im Ausschuss setzten sich schließlich Husmann und Lepke durch.

Wieso haben sich die Verantwortlichen für zwei Gastronomen entschieden, die keine Erfahrung im Bäderbereich haben?
Ihre übrige Erfahrung hat laut Bürgermeister Lothar Christ eine wichtige Rolle gespielt: „Ihr Lebenslauf zeigt, dass sie in der Lage sind, etwas Neues auszuprobieren – und zwar erfolgreich.“ Außerdem soll die Solebad-Gastronomie nicht nur für Badbesucher zugänglich sein, sondern als „Stiefelgastronomie“ mit Außenterrasse auch Publikum anziehen, das gar nicht zum Schwimmen geht.

Wie soll das funktionieren?
Während das Bad aller Voraussicht nach bis 20 Uhr geöffnet hat (eine endgültige Entscheidung ist hier noch nicht getroffen), soll das Restaurant bis 22 Uhr geöffnet sein. „Die Ruhe der Anwohner bleibt natürlich gewährleistet“, versichert Lepke.

Was gibt es denn künftig zu essen?
Laut Lepke wird die Gastronomie Bistro-Angebote wie Burger und Pommes vorhalten, aber es soll eben auch frische Küche mit regionalen Zutaten geben. „Vielleicht gelingt es uns auch, eine Bio-Schiene mit aufzunehmen, wobei wir auf das Preis-Leistungsverhältnis achten müssen“, sagt Husmann.

Welche Bereiche umfasst der Pachtvertrag?
Neben der „Stiefelgastronomie“ mit 40 Plätzen und dem Solebistro nebst Lounge (insgesamt 80 Plätze) auch den Kiosk im Freibad, der im Sommer das „Standardprogramm“ anbieten wird. Besucher, die zum Beispiel im Winter nur das Sport- und Familienbad und nicht die Sole besuchen, müssen auf Automaten zurückgreifen. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass diese Besucher ohnehin nicht lange im Bad bleiben und auch nichts essen wollen“, sagt Badleiter Jürgen Thöne. Im Solebereich sei die Aufenthaltsdauer deutlich länger – „und hier wollen wir die Aufenthaltsqualität natürlich erhöhen“.

Warum beginnt man mit der Pächtersuche schon so früh?
Wie Frank Gründken, Leiter des Bäderbetriebs Werne, erläutert, sei das Zusammenspiel mit den beiden Gastronomen wichtig: „Wir hätten zum Beispiel eine Küche gebaut, bei der die beiden noch Änderungswünsche gehabt hätte. Darauf konnten wir schon jetzt reagieren.“ Grundsätzlich ist es so, dass die Natur-Solebad GmbH einen kompletten Gastronomiebetrieb für zunächst fünf Jahre verpachtet. Die Pacht ist dabei nicht festgeschrieben, sondern berechnet sich nach dem letztlichen Besucheraufkommen.

Gibt es schon Neuigkeiten zu den Preisen?
Dazu erklärt Jürgen Thöne: „Wir werden mit der Politik im kommenden Jahr die Details zu Öffnungszeiten und Gestaltung der Eintrittspreise besprechen.“

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