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Werner SC vergibt Sieg gegen Altenberge

WSC gibt Sieg in letzter Sekunde aus der Hand

WERNE Mit einem 1:1 gegen den Tabellenvierten der Fußball-Landesliga hätte WSC-Coach Lars Müller sicher leben können, wenn man ihn vor dem Spiel gefragt hätte. Angesichts des bärenstarken Auftritts seiner Elf am Sonntag und des Zustandekommens der Punkteteilung, sah das nach den 90 Minuten klar anders aus.

WSC gibt Sieg in letzter Sekunde aus der Hand

Wernes Daniel Durkalic holte am Sonntag mit seiner Mannschaft gegen Altenberge „nur“ einen Punkt. Foto: David Reininghaus

Werner SC – TuS Altenberge 1:1 (1:0)

Die reguläre Spielzeit war abgelaufen, ebenso die angezeigte dreiminütige Nachspielzeit, als Schiedsrichter Markus Holtmann (Ascheberg) den Gästen einen allerletzten Freistoß zusprach. Es kam, wie es kommen musste und aus dem Gewühl drückte der eingewechselte Jannik Roters die Hereingabe von Jakob Schlatt doch noch zum mehr als schmeichelhaften 1:1 über die Linie. Danach war Schluss. Spieler und Trainer des WSC waren konsterniert, sie hatten den sicher geglaubten Sieg aus der Hand gegeben. In der letzten Sekunde. Dabei hatte Werne das Spiel über die gesamte Spieldauer im Griff.

Von Beginn an war der WSC hellwach. Pascal Harder hatte nach einer Ecke von Yannick Lachowicz die erste Chance, setzte seinen Kopfball aber knapp neben den Kasten (18.). Weitere Gelegenheiten ließen nicht lange auf sich warten. Der agile Jannik Prinz zog von der 16er-Kante einfach mal ab, sein Schuss war aber etwas zu hoch angesetzt (20.). Fünf Minuten später legte er raus auf Mondrian Runde, der allein auf den Torwart zulief, in den Strafraum eindrang, dort aber mit der Picke an TuS-Keeper Marc Wenning-Künne scheiterte.

Von Altenberge war fast nichts zu sehen. Das überfällige 1:0 fiel schließlich in der 36. Minute. Nach einer Ecke für Altenberge fuhr der WSC einen schnellen Konter. Der Ball kam zu Runde, der im Strafraum Timo Gausling alt aussehen ließ und zielsicher rechts unten einschoss. Die Pausenführung für den WSC war hochverdient.

WSC gibt Sieg in letzter Sekunde aus der Hand

Freude bei den TuS-Spielern nach dem späten Ausgleich, Frust hingegen bei den WSC-Akteuren. Foto: David Reininghaus

Anschließend hätte es brenzlig werden können für die Gastgeber, aber Lachowicz klärte in höchster Not mit einem astrein getimten Tackling gegen Malte Greshake im Strafraum.

Danach hatte der WSC das Geschehen wieder im Griff. In der 70. Minute verpasste die Müller-Elf die Vorentscheidung. Nach einer Flanke von Marvin Stöver spielte Prinz zu Hennes, der die Kugel aus rund zehn Metern an den Pfosten drosch. Zehn Minuten später ließ Lukas Manka die Chance auf das 2:0 ungenutzt, nach einem weiteren Konter strich sein strammer Schuss links am Tor vorbei. Im Anschluss bot sich Altenberges Kapitän Henrik Wilpsbäumer die Möglichkeit zum Ausgleich, er verzog aber aus aussichtsreicher Position völlig.

In der Nachspielzeit vergab Daniel Durkalic freistehend vor Wenning-Künne, Dennis Klosseks wuchtiger Versuch aus 35 Metern ging an die Latte. Vehement forderte Werne den Schlusspfiff. Der ertönte aber erst als der Ball im eigenen Netz lag.

„Wir haben uns für eine engagierte zweite Hälfte belohnt“, war TuS-Trainer Florian Reckels zufrieden. „In der 1. Halbzeit hatten wir 80 Prozent Ballbesitz, haben aber keine Mittel gefunden“. Was die vermeintliche Dominanz seines Teams angeht, stand er mit seiner Meinung allerdings ziemlich alleine dar. Auch Lars Müller, nach dem Spiel sichtbar angefressen, reagierte verwundert: „Wenn ich mich als Vierter nach so einer Leistung für ein 1:1 in der 95. Minute feiern lasse, na dann herzlichen Glückwunsch“, meinte er ironisch.

Teams und Tore
Werner SC: Treppe- Stöver, Lachowicz, Durkalic, Runde, Hennes (85. Eisenbach), Klossek, Prinz (78. Manka), Simon, Harder, Seifert (82. Saado)
TuS Altenberge: Wenning-Künne, Risau, Wilpsbäumer, Exner (53. Marx), Schlatt, Hölker (59. Roters), Rockoff (75. Thomassen), Gausling, Greshake, Teriete, Kemper
Tore: 1:0 Runde (36.), 1:1 Roters (90.+4)

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