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Ein Gigant macht Schluss bei GS Cappenberg

Fußball: Thomas Gebhardt hört auf

Torwart Thomas Gebhardt hört mit dem Fußball auf. Basketball will der 33-Jährige weiter spielen. Dabei hätte er fast eine Profikarriere eingeschlagen.

Cappenberg/Werne

01.06.2018
Ein Gigant macht Schluss bei GS Cappenberg

Thomas Gebhardt hat in Cappenberg mit Freunden ein Abschiedsspiel vom Fußball gegeben. Er beendet seine Karriere. © Reith

Der Wendepunkt in Thomas Gebhardts Karriere lag vor 15 Jahren. Der U19-Torwart des VfL Bochum krachte mit einem Stürmer zusammen, zog sich einen Trümmerbruch im Gesicht zu. Neun Monate spielte er gar kein Fußball. Als die schwere Verletzung einigermaßen verheilt war, war sein Vertrag beim VfL Bochum aufgelöst. Der Traum von der Profikarriere war dahin. „Ich habe gemerkt, dass man schneller wieder weg ist, als man gucken kann, und dass es nur um das Geschäft geht“, sagte Gebhardt. Er hatte schon unter Peter Neururer trainiert. Große Jahre waren das beim VfL Bochum. „Ich war nicht weit weg von der Karriere“, erinnert sich Gebhardt zurück und gesteht: „Das hat mich damals schon runtergezogen. Freunde und Familie haben mich aufgefangen.“

Statt der großen Karriere waren seine Stationen Werner SC, SV Südkirchen, SuS Rünthe und FC Nordkirchen. Thomas Gebhardt möchte die Zeit aber nicht missen. „Ich habe unglaublich viele Freunde kennengelernt“, sagte er. Die Karriere endete Mittwoch in Cappenberg, wo Gebhardt die letzten zwei Jahre im Tor stand, mit einem Abschiedsspiel unter langjährigen Weggefährten. Auf einem Achtel des Kunstrasens im GSC-Sportpark verabschiedete sich Gebhardt in Richtung Trainerkarriere. Mit Fabian Bomholt übernimmt er die Frauen des BSV Heeren. Ob Landesliga oder Bezirksliga – das steht noch nicht fest. „Ich wollte schon länger ins Trainergeschäft einsteigen“, erzählte Gebhardt. Der Kontakt zum BSV kam über den Trainer von GS Cappenberg II, Markus Schnatmann, zustande. Seine Schwester Ramona spielt in Heeren.

„Ich habe im Oktober schon gesagt, dass es definitiv meine letzte Saison ist“, sagte Gebhardt. Basketball in der dritten der LippeBaskets will der Dreier-Schütze noch weiterspielen. Und Paddeltennis. Die Trendsportart, die es auch in Werne gibt, hat Gebhardt gefesselt. Mindestens einmal pro Woche nimmt der 33-Jährige den Schläger in die Hand.

Ein bisschen mehr auf den Rippen habe Gebhardt übrigens schon immer gehabt. „Der erste Gang mit dem Auswahltrainer war der zur Waage“, sagte Gebhardt. 140 Kilogramm bringt er auf die Waage. „Das hat mich die ganze Zeit begleitet. Es ist ja irgendwie auch mein Merkmal.“ Kam Gebhardt zu einem unbekannten Gegner, gingen die Sprüche los. „Der erste Meinung war, dass man mir dann sechs Stück einschenkt“, erzählte Gebhardt – und hielt mit Leistungen dagegen. Nun hängt er die Torwarthandschuhe an den Nagel. Dem Fußball bleibt er trotzdem treu.