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Ärger am Romberg-Schacht in Langern

„Wer macht so was?“ – Biotop-Tafeln aus dem Boden gerissen

Werne Vor nicht einmal einem Jahr hat die Stadt die beiden Infotafeln am Schacht 7 in Langern aufgestellt. Jetzt liegt die eine im Gebüsch des Naturschutzgebietes, die andere ist verschwunden. Anwohnerin Mechthild Goldberg ärgert die mutwillige Zerstörung. Sie hat eine Vermutung.

„Wer macht so was?“ – Biotop-Tafeln aus dem Boden gerissen

Am Schacht in Langern wurden zwei Informationstafeln aus dem Boden gerissen. Eine liegt im Gebüsch, die andere ist verschwunden. Foto: Vanessa Trinkwald

Ein Refugium für gefährdete und geschützte Tiere und Pflanzen: So steht es in großen Buchstaben auf dem Schild, das die Stadt Werne im August 2017 auf dem ehemaligen Schachtgelände in Langern aufgestellt hat. Die Buchstaben sind immer noch zu lesen, allerdings muss der Besucher dafür ins Gebüsch kriechen.

Die Schilder, die zu beiden Seiten des geplanten Wanderweges platziert worden waren, wurden aus dem Boden gerissen – mutwillig, wie Anwohnerin Mechthild Goldberg sagt. Ihr Hund „Happy“ begleitet sie während des Ortstermins am Donnerstagmorgen. Sie lächelt, so richtig „happy“ ist sie aber nicht. „Wer macht denn so etwas?“, fragt sie. Eine Antwort hat sie nicht.

Trecker-Theorie

Nach dem 1. Mai sei ihr die Veränderung am Schacht erstmals aufgefallen. „Ich gehe hier immer spazieren“, erzählt sie. Wie viele andere Erholungssuchende auch, die auf dem großen Freigelände – umsäumt von Waldgebiet – unterwegs sind. Zuerst, sagt Goldberg, habe sie an übermütige Maiwanderer gedacht. Ein erster Gedanke, über den sie sich im Nachhinein ärgert.

„Das macht man nicht mal eben so“, sagt sie und vermutet einen Trecker hinter der Aktion. Ein Schild liegt quer im Gebüsch, das andere ist komplett verschwunden. „Das nimmt man auch nicht mal eben so mit.“ Für die Trecker-Theorie sprächen auch die Baumstämme, die den Zugang zur Freifläche für Fahrzeuge versperrt hatten. Auch die liegen jetzt woanders.

„Wer macht so was?“ – Biotop-Tafeln aus dem Boden gerissen

Dieser Baumstamm versperrte für Fahrzeuge den Zugang zum Biotop. Auch er wurde zur Seite geschafft. Foto: Vanessa Trinkwald

Goldberg, die sich vor fast 20 Jahren für die Renaturierung des ehemaligen Bergwerk-Geländes eingesetzt hatte, hofft, dass man den oder die Täter findet. „Wer mutwillig Dinge zerstört, muss mit Reaktionen rechnen“, sagt sie.

Die Stadt Werne als Eigentümerin der Fläche wurde von der Politik bereits beauftragt, Anzeige zu erstatten – wohl oder übel gegen unbekannt. Das Schild, das noch da ist, wird wieder aufgestellt. „Wir überlegen, es in die Mitte zu setzen“, sagte Tiefbauamtsleiter Gisbert Bensch am Donnerstag auf Anfrage. Zu hundert Prozent stehe das aber noch nicht fest. Ein neues, zweites Schild wird es vorerst nicht geben.

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