400 Bäume gepflanzt: Karnickelberg in Ahaus ergrünt bald wieder

hzNaturschutz-Aktion

40 Bäume wurden 2019 am Karnickelberg gefällt. Ausbleibender Niederschlag und große Hitze hatten ihnen zu schaffen gemacht. Am Wochenende wurde 400 neue Bäume gesetzt.

Ahaus

, 08.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Sommer 2019 wurden am Karnickelberg zahlreiche Bäume gefällt. Sie hatten zwei trockene Jahre hinter sich und auch der Borkenkäfer machte vor allem den Fichten zu schaffen. 40 Bäume mussten weichen. Der Wald, beliebt bei Fahrradfahrern, Spaziergängern und Kindern, hatte an Attraktivität eingebüßt.

Am Samstag sorgten die Stadtwerke Ahaus und das Gartencenter Hilgert mit einer Aktion dafür, dass es am Karnickelberg bald wieder grünt. Freiwillige aus Ahaus konnten sich zwischen 10 und 12 Uhr bei strahlendem Sonnenschein daran beteiligen.

Bei einer Baumpflanzaktion standen Schößlinge aus zehn verschiedenen Sorten zur Verfügung. Vor allem die Hitze- und Trockenresistenz war ein großes Kriterium. Buchen – wie sie dort vorher standen – kamen nicht mehr in Frage. „Die heimischen Buchen haben sich in den letzten Jahren als recht trockenanfällig herausgestellt,“ erklärte Klaus Ikemann vom Gartencenter Hilgert.

400 Schößlinge

In Absprache mit dem Grundstücksbesitzer, Christian Schulze Icking-Riddebrock, und dem Forstamt wurden unter anderen die Amerikanische Eiche, die Eberesche, der Feld- und Bergahorn und die Japanische Lärche ausgewählt.

Auf dem Karnickelberg waren im vergangenen Jahr 40 Buchen gefällt worden.

Auf dem Karnickelberg waren im vergangenen Jahr 40 Buchen gefällt worden. © André Potthoff

Insgesamt 400 Schößlinge warteten darauf, einen Platz im Wald zu bekommen. Sie wurden unter der fachlichen Beaufsichtigung des Gartencenters eingesetzt.

Marleen und Ronja Lütke Wissing und Caroline Drouet hatten sich für eine Ess-Kastanie entschieden. „Wir fanden es einfach traurig, dass die Bäume hier gefällt wurden. Das war echt schade,“ sagte Caroline Drouet. „Und auch der Klimaschutz liegt uns am Herzen.“

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Nachdem sie die Kastanie gepflanzt hatten, befestigten sie noch ein Schild, auf dem ihre Namen stehen, am Baum. So können sie auch später noch nachvollziehen, welchen Baum sie pflanzten und dessen Wachstum beobachten.

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Das Motiv des Umweltschutzes hatten wohl die meisten der Freiwilligen. Zudem verbinden viele auch Erinnerungen mit diesem Wald. Christian Kappenstiel konnte sich noch gut daran erinnern, als Kind sehr viel dort gespielt zu haben. Er pflanzte mit seinen Kindern eine Hainbuche.

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