Ahaus blüht auf: Anwohner von Wildblumenstreifen begeistert

hzAktion der Stadt

In Ahaus blüht es aktuell an vielen öffentlichen Orten: Stadtpark, Schulen oder Aa Umflut. Neben dem bunten Anblick soll auch die Natur profitieren. Die Ahauser freut es.

Ahaus

, 29.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf insgesamt 12.000 Quadratmetern säten Mitarbeiter des Baubetriebshofes im Frühjahr Wildblumen in Ahaus und seinen Ortsteilen aus. Bis dann tatsächlich etwas anfing zu blühen, dauerte es etwas. In diesem Tagen werden die öffentlichen Flächen aber zu einem echten Blickfang. Passanten machen Fotos von den bunten Wiesen und verbreiten sie in den sozialen Medien.

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Und auch der zweite Effekt, den sich die Stadt Ahaus von dieser Aktion versprach, scheint einzutreten: Zahlreiche Insekten schwirren von Blume zu Blume. Auch Vögel sind hier zahlreich vertreten.

Anwohner lobt Aktion der Stadt Ahaus

Winfried Terwolbeck, ehemaliger Lehrer des Alexander-Hegius-Gymansiums, legt gerne mal den Finger in die Wunde – gerade wenn es um das Thema Radwege in der Innenstadt geht. In diesem Fall findet er allerdings nur lobende Worte. „Ich finde es ein sehr gutes Zeichen in Zeiten von Insektensterben und Kies-Vorgärten“, sagt Terwolbeck.

Ahaus blüht aktuell an vielen Stellen auf.

Ahaus blüht aktuell an vielen Stellen auf. © Johannes Schmittmann

In seiner direkten Nachbarschaft Kiwitstegge/Zum Riddebrocks Busch blüht es zum Beispiel am Ufer der Aa, an den Kreisverkehren und am Wegesrand. Der pensionierte Lehrer hat das Projekt von Anfang an verfolgt, und war, wie er selbst zugibt, anfangs skeptisch: „Als ich gesehen habe, wie der Rasen abgefräst wurde und sich nach dem Einsäen über Monate überhaupt nichts tat, habe ich mit einem solchen Erfolg nicht gerechnet.“

Blühwiesen „echter Blickfang und Bereicherung“

Nun seien die Blühwiesen aber „ein echter Blickfang, eine Bereicherung für die Landschaft und eine kleine Oase der Ruhe“. In den vergangenen Tagen habe er viele Menschen gesehen, die sich an diesen Stellen kurz vorm Rad gestiegen sind, um sich die Wildblumen aus nächster Nähe anzusehen. „Sie kommen, um die Blumen mit allen Sinnen wahrzunehmen: Sie riechen daran, hören die Insekten und erfreuen sich an der Schönheit der Natur.“

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Positiv überrascht ist Winfried Terwolbeck auch davon, dass bisher seiner Kenntnis nach noch kein Missbrauch stattgefunden hat: „Es wäre ja ein Leichtes, sich hier für dekorative Zwecke einen Blumenstrauß zusammenzustellen.“ Ein Lob verteilt er auch an die Stadtverwaltung: „Dort hat offenbar ein Umdenken stattgefunden. Früher wurde hier jede Woche der Rasen gemäht, selbst wenn er schon von der Sonnen verbrannt war. Heute gibt man der Natur mehr Raum.“

Gerade mit Blick auf den Klimawandel und die immer trockener werdenden Sommer sei das aber auch absolut notwendig.

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