Ahaus feiert Fest der Kulturen

Viele kommen ins Logo

„Freunden vertraut man eher als Fremden“ – unter diesem Motto fand gestern erstmalig ein „Fest der Kulturen“ im Jugend- und Kulturcafé Logo statt. Und es war ein voller Erfolg: Das gute Wetter lockte viele Flüchtlinge, aber auch zahllose Besucher und Interessierte in den Biergarten des Cafés.

AHAUS

von von Lara Wantia

, 30.08.2015, 20:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gemeinsam mit der Musikerinitiative Ahaus, der Flüchtlingshilfe der Caritas und weiteren Sponsoren hatten die Mitarbeiter des Logo und ehrenamtliche Helfer das Fest organisiert. Frank Schwämmle, Betreiber des Logos, freute sich über so viel freiwilliges Engagement zugunsten der Flüchtlinge: „Wir haben ganz viele freiwillige Helfer gefunden. Trotzdem denke ich, dass es an jedem einzelnen Bürger in der Stadt liegt, noch ein bisschen mehr dafür zu tun. Jeder, der ein bisschen Menschlichkeit in sich trägt, gibt hier ein deutliches Zeichen der Nächstenliebe. Heute wird sich zeigen, dass Flüchtlinge auch in Ahaus willkommen sind“, betonte Schwämmle. Diesen Gedanken griff auch die Band „Blanktone and the Rookies“ auf, die den musikalischen Auftakt machte. In ihrem ersten Song ging es ebenfalls um den Umgang mit Flüchtlingen. „Anstatt des Guten erkennen wir nur die Panik“, sang deren Frontmann und stellte sich die Frage, wo denn stattdessen Nächstenliebe und Toleranz seien. Im Anschluss daran begeisterte Boris Golubovic mit seiner Band The Balkan Beach Boom Blasters.

Drumcircle reißt alle mit

Ein weiterer Höhepunkt des Nachmittags war Nikolas Geschwill, der mit seinem Drumcircle das gesamte Publikum mitriss. Alle Besucher und besonders die Flüchtlinge hatten großen Spaß daran, die Trommeln und anderen Instrumente auszuprobieren und so gemeinsam Musik zu machen. Für noch mehr Abwechslung sorgte auch Zauberer Endrik Thier mit einem unterhaltsamen und spannenden Programm für die kleinen Gäste.

Ahauser können stolz sein

Carmen Esposito-Stumberger von der Flüchtlingshilfe der Caritas war am Abend überglücklich über das Ergebnis: „Ich bin echt sprachlos für die Offenheit und Großzügigkeit der Menschen, die heute zum Fest gekommen sind“, sagte sie. Ahaus könne auf seine Bürger stolz sein. Sie hätten ein Zeichen der Toleranz gesetzt und bewiesen, dass ein friedliches Zusammenleben möglich sei. Der gesamte Erlös des Festes geht jeweils zur Hälfte an die Ahauser Flüchtlingshilfe und an eine Obdachloseneinrichtung. Für alle Besucher bot der Tag die Möglichkeit, im Austausch mit den anderen Gästen fremde Kulturen besser kennen zu lernen und zu verstehen und so ein buntes, kulturelles Miteinander zu schaffen. 

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