Ahauser Bürgermeisterkandidaten lassen in Alstätte keine Fragen offen

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Drei Kandidaten gibt es für das Amt des Bürgermeisters in Ahaus. In Alstätte traf Amtsinhaberin Karola Voß bei einer Podiumsdiskussion auf ihre Mitbewerber Dietmar Eisele und Dr. Michael Räckers.

Ahaus

, 10.08.2020, 03:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Halle des Malerbetriebs Witte am Bocholder Esch in Alstätte kam es am Sonntagvormittag zum Schlagabtausch der drei Ahauser Bürgermeisterkandidaten.

Die parteilose Amtsinhaberin Karola Voß und die Herausforderer Dietmar Eisele (Grüne) und Dr. Michael Räckers (CDU) tauschten auf Einladung des Gewerbevereins Alstätte vor etwas mehr als 50 Zuhörern Argumente aus. „Alstättes Antwort auf Thomas Gottschalk“ – Thomas Steinhoff – übernahm die Moderation der nächsten etwas mehr als zwei Stunden.

Vorstellung der Kandidaten

Hinter den Rednerpulten aus übereinander gestapelten Farbeimern warteten die drei Kontrahenten auf ihren Einsatz, doch zuerst stellte Steinhoff die Kandidaten vor. Karola Voß sei für viele Alstätter ein oft und gern gesehener Gast. Dietmar Eisele sei „kein Unbekannter“ und für seinen Mut zu bewundern, erneut für das Bürgermeisteramt zu kandidieren. Dr. Michael Räckers sei ehrenamtlich in vielen Vereinen engagiert. „Man könnte meinen, er sei ein Alstätter.“

Auf Abstand: Aufgrund der geltenden Corona-Beschränkungen konnten an der Podiumsdiskussion in der Halle des Malerbetriebs Witte nur etwas mehr als 50 Zuhörer teilnehmen.

Auf Abstand: Aufgrund der geltenden Corona-Beschränkungen konnten an der Podiumsdiskussion in der Halle des Malerbetriebs Witte nur etwas mehr als 50 Zuhörer teilnehmen. © Christian Bödding

Jeweils zehn Minuten standen den Kandidaten zur Verfügung, um sich und die Schwerpunkte ihres Wahlprogramms vorzustellen. Anschließend ging es in eine längere Fragerunde, aus der wir einige Punkte aufgreifen:

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Warum soll das geplante Baugebiet Deventer Weg in Alstätte erst 2022 vermarktet werden?

„Erst müssen wir das Regenrückhaltebecken bauen“, erklärte Karola Voß, dann folge die Erschließung. Beides sei 2021 geplant, „danach folgt die Vermarktung“. Es müsse intensiv über den Lärmschutz geredet werden, sagte Michael Räckers.

„Auch Entscheidung des Rates“

„Am Ende ist es auch ein Stück weit die Entscheidung des Rates, wie schnell man es hin bekommt“,. sagte Räckers. Ähnlich äußerte sich Dietmar Eisele: „Nach der Wahl wird sich der neue Rat mit der Verwaltung zusammensetzen und nach Möglichkeiten der Beschleunigung suchen.“

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Wird es neue Windräder in Alstätte geben?

Karola Voß berichtete, dass die Stadt nach einem Gerichtsurteil ein neues Verfahren für den Teilflächennutzungsplan Windenergie durchführen müsse. „Es ist noch nicht festgelegt, wo aus heutiger Sicht weitere Windräder möglich sind. Es gibt aber auch mögliche Flächen in Alstätte.“

Energie-Genossenschaften gründen

Michael Räckers: „Wenn wir die Energiewende wollen, müssen wir darüber reden, wo der Strom herkommt“. Es gelte, so gut es gehe im Einklang mit allen Betroffenen zu handeln.

„Der alte Plan war eine Verhinderung“, sagte Dietmar Eisele. Er sprach sich dafür aus, nach Möglichkeit für den Bau neuer Windräder Energie-Genossenschaften mit lokalen Akteuren zu gründen.

Gibt es von Ihnen ein Bekenntnis zum Freibad Alstätte?

„Das Bekenntnis gebe ich gerne ab“, antwortete Michael Räckers auf diese Frage. Man sehe mit dem Förderverein par excellence, wie Dorfgemeinschaft funktioniere. „Auch von mir ein klares Ja“, sagte Karola Voß. Der Einsatz mit so viel Herzblut müsse unterstützt werden. „Gar keine Frage, dieses Schwimmbad bleibt, genauso wie das Aquahaus“, legte sich Dietmar Eisele fest.

Thomas Steinhoffs Fazit: „Mit Alstätte haben sie wenig Arbeit bei Sachen, die viel Geld kosten.“

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Wie kann es gelingen, die Verwaltung zu straffen?

„Wir müssen sie kundenorientierter organisieren“, erläuterte Michael Räckers. Zum Beispiel müsse es für den Bereich Schule einen zentralen Ansprechpartner geben und nicht mehrere aus verschiedenen Fachbereichen.

Stichwort Digitalisierung

Karola Voß erläuterte, dass die Digitalisierung die Verwaltung einen großen Schritt voranbringen werde. „Verwaltungsdienstleistungen können zuhause vom Sofa abgerufen werden.“ Dietmar Eisele sah dabei noch viel Luft nach oben. „Bei der Digitalisierung sind die skandinavischen Länder weiter.“

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