Ahauser Feuerwehr verschärft wegen zweiter Welle Corona-Maßnahmen

hzFeuerwehr und Corona

Die Feuerwehr in Ahaus hat weitere Vorsichtsmaßnahmen wegen der Corona-Zahlen getroffen. Einige Veranstaltungen fallen aus. Bei den Einsätzen gelten schon länger klare Hygienevorschriften.

Ahaus

, 22.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Corona-Virus bestimmt wieder in stärkerem Maße den Alltag in Ahaus. Auch die Feuerwehr verschärft erneut ihre Hygiene-Maßnahmen. Berthold Büter, Leiter der Feuer- und Rettungswache, bestätigt, dass angesichts der steigenden Fallzahlen die regelmäßigen Übungsabende, die Treffen der Jugendfeuerwehr und Fortbildungsseminare abgesagt wurden. Auch dienstliche Besprechungen werden nicht wie gewohnt durchgeführt. Das sind die gleichen Maßnahmen wie während der ersten Corona-Welle im Frühling. „Wir müssen von Tag zu Tag neu entscheiden“, weiß Berthold Büter.

Dabei müsse man sich immer wieder der Infektionslage anpassen. Gleichzeitig ist die Feuerwehr bemüht, ein Stück Normalzustand und die Einsatzfähigkeit beizubehalten. „Grundsätzlich gilt aber das Gebot der Kontaktminimierung stärker als noch vor sechs bis acht Wochen“, betont der Leiter der Feuer- und Rettungswache.

Corona bringt Digitalisierung voran

Einige Übungseinheiten, zum Beispiel im Bereich der Jugendfeuerwehr, habe die Feuerwehr bereits online angeboten, in diesem Bereich habe man aus dem bisherigen Pandemie-Verlauf gelernt. „Wir haben schon ein bisschen was mitgenommen und sind fortwährend damit beschäftigt, uns zu entwickeln“, fasst Berthold Büter die Digitalisierungsbestrebungen zusammen.

Grundsätzlich habe die Feuerwehr sowohl bei den hauptamtlichen als auch bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern in den fünf Löschzügen seit Beginn der Corona-Pandemie versucht, die Schutzmaßnahmen genau einzuhalten. „Ältere Mitglieder und Menschen aus Risikogruppen betreten Wache und Gerätehäuser nicht, die Übungsdienste wurden nach der zwischenzeitlichen Wiederaufnahme nur in immer gleich besetzten Kleingruppen durchgeführt“, beschreibt Berthold Büter.

Hohes Sicherheitslevel seit Pandemiebeginn

An der Wache und in den Gerätehäusern tragen die Feuerwehrleute außen und innen immer Mund-Nasen-Schutz. Dritte dürfen die Gebäude nicht betreten. Praktikanten nimmt die Feuerwehr derzeit auch nicht an.

Während der Einsätze tragen die Feuerwehrleute grundsätzlich FFP2-Masken. Dazu führen sie Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel mit sich. „Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass es richtig war, die Schutzmaßnahmen auf einem hohen Level zu halten“, sieht sich Berthold Büter bestätigt.

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Auch beim Fall des infizierten Feuerwehrmannes im Löschzug Wüllen Mitte August sei es dank des Sicherheitskonzepts gelungen, den Betrieb weitgehend aufrechtzuerhalten. Dennoch sieht Berthold Büter die derzeitige Lage insgesamt mit Sorge. „Wir bewegen uns auf dünnem Eis“, zitiert er Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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