Spielzeug putzen gehört zum neuen Alltag der Ahauser Tagesmütter

Coronavirus

Die Aktionswoche „Gut betreut in der Kindertagespflege“ fand trotz Corona-Krise statt. Die Arbeit der Tagesmütter ist momentan anders als sonst. Spielzeug putzen gehört zum neuen Alltag.

Ahaus

22.05.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Tagesmütter versorgen auch in der Corona-Krise die Kinder.

Die Tagesmütter versorgen auch in der Corona-Krise die Kinder. (Symbolfoto) © picture alliance / dpa-tmn

Die Aktionswoche zur Kindertagespflege hat in der vergangenen Woche den Fokus auf diese Betreuungsform gelegt. „Die Aktionswoche rückt die Relevanz von Kindertagespflege in den Fokus und zeigt, wie wertvoll eine gute Betreuung ist, gerade bei den ganz Kleinen“, so Kathrin Kuiper und Brigitte Lammers vom Fachbereich Jugend in einer Pressemitteilung.

Durch die Corona-Krise findet die Betreuung derzeit nur eingeschränkt statt, was für die Eltern Stress und für die Tageseltern Sorgen bedeutet. Die Tagesmütter Helga Schlettert aus Ahaus und Sandra Liemann aus Ottenstein berichten über die jetzige Situation. „Als zu Beginn die Kindertagespflege geschlossen wurde, war ich schon erschrocken darüber, wie schnell das Virus die gewachsenen Strukturen stilllegen kann“, sagt Helga Schlettert.

Tagesmutter Helga Schlettert

© Stadt Ahaus

Sie und ihre Kolleginnen aus Ahaus und den Ortsteilen befanden sich genau wie alle Eltern in einer unsicheren Situation. Dennoch erfuhren die Tagesmütter Verständnis und Zuspruch durch die Eltern.

Händewaschen und Spielzeug putzen

„Der Druck und die Belastung war und ist in einigen Familien wirklich enorm und der neue Alltag eine echte Herausforderung“, so Liemann. Sie startete in der Notfallbetreuung mit einem Kind. Ab Mitte Mai kamen zwei weitere Kinder, die das zweite Lebensjahr vollendet haben, dazu. Für die Notbetreuung waren die Tagesmütter gut vorbereitet. Regelmäßiges Händewaschen, tägliche Reinigung von Räumen und Spielzeug gehört auch vor Corona zum Alltag.

„Ich achte vermehrt auf die richtige Handhygiene – die für die Kinder mittlerweile zu einem lustigen Ritual geworden ist“, erklärt Helga Schlettert. Um Kontakte unter den Kindern einzuschränken, hat sie zwei Betreuungsgruppen und eine „Bring- und Abholstation“ vor der Haustür eingerichtet.

Kinder gewöhnen sich an neue Situation

Auch bei Sandra Liemann wurde das Betreuungskonzept an die aktuelle Lage angepasst, sie hat eine Stele zur Handdesinfektion im Hausflur aufgebaut. „Alles ist etwas ungewohnt, aber die Kinder haben sich schnell an den neuen Alltag gewöhnt. Wir sind oft im Garten und versuchen, den Kindern mit unserer Betreuung weiterhin wichtige Strukturen und ein Stück Normalität zu geben“, sagt Liemann.

Tagesmutter Sandra Liemann

© Stadt Ahaus

Zu den Kindern, die nicht in die Notfallbetreuung gehen, halten die beiden Tagesmütter Kontakt – beim kurzen Plausch am Gartentor, per Sprachnachrichten oder auch als Gruß über die sozialen Netzwerke. Und auch untereinander sind die Tagesmütter in Ahaus gut vernetzt. „Wir tauschen uns regelmäßig miteinander aus und stehen in engem Kontakt mit dem Fachbereich Jugend der Stadt Ahaus. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle auch noch einmal an alle Eltern! Ich bin mir sicher, dass wir alle gemeinsam diese Herausforderung meistern“, betonen Helga Schlettert und Sandra Liemann.

Alle Informationen rund um die Kinderbetreuung gibt es auf der Website der Stadt Ahaus.