Alles im Plan: Anbau des Ahauser Krankenhauses wächst stetig

hzKlinikum Westmünsterland

Vor einem Jahr wurden die Anbaupläne des Ahauser Krankenhauses bekannt gegeben. Mittlerweile steht der Rohbau und auf der Baustelle herrscht Hochbetrieb.

Ahaus

, 20.11.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Krankenhaus Ahaus ist es momentan sehr laut. Die Maschinen dröhnen, die Bagger drehen auf der Baustelle ihre Runden, ein Arbeiter ruft: „Achtung!“ und weist damit seine Kollegen auf eine heruntergelassene Steinplatte hin. Die Arbeiten am Anbau des Krankenhauses befinden sich in vollem Gange.

„Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan“, sagt Tobias Rodig, Pressesprecher des Klinikum Westmünsterland. Das bestätigt auch Bauleiter Jürgen Redlich vom Bauunternehmen Temmink: „Bis Weihnachten dieses Jahres wollen wir noch die Decke auf dem zweiten Obergeschoss befestigt haben.“

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„Neuer Betten- und Funktionstrakt geplant“

Vor etwa einem Jahr kündigte das Ahauser Krankenhaus den Anbau an, der gerade im Süden des bestehenden Gebäudes entsteht. Geplant ist die Errichtung eines neuen Betten- und Funktionstraktes in Verlängerung des bestehenden Baukörpers.

Konkret sollen entstehen: neue Räumlichkeiten für die Klinik für Urologie und Kinderurologie; Erweiterung von Untersuchungs- und Behandlungsräumen; Erweiterungsflächen für die Intensivmedizin, neue Räumlichkeiten für die technischen Dienste, die EDV/IT und Wirtschafts- und Versorgungsdienste beinhalten und eine Ausweichfläche für die Generalsanierung der Notaufnahme und Ambulanzen.

Alles im Plan: Anbau des Ahauser Krankenhauses wächst stetig

Der Anbau soll Anfang des Jahres 2021 fertig sein. © Maximilian Konrad

5000 Quadratmeter Nutzfläche

Aus insgesamt fünf Geschossen soll der Neubau mit insgesamt 5000 Quadratmetern Nutzfläche bestehen: ein Keller- und ein Sockelgeschoss und darauf kommen drei weitere Etagen. Während Jürgen Redlich den aktuellen Stand der Bauarbeiten erklärt, steht er im Kellergeschoss, das einem erstaunlich hoch gelegen vorkommt. Dabei muss man bedenken, dass das Erdgeschoss des Hauptgebäudes, mit dem der Anbau verbunden werden soll, erhöht ist.

Zusätzlich zu den Rohbauarbeiten ist das Bauunternehmen Temmink auch für die Errichtung des Aufzugstraktes und des Treppenhauses zuständig. Bis zum Frühjahr des kommenden Jahres soll der komplette Rohbau fertig sein. Dann beginnt der Innenausbau am neuen Trakt.

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Frühjahr 2021 als Ziel

Insgesamt sind zwei Jahre für den gesamten Bau eingeplant. Das bedeutet, dass im Frühjahr 2021 alles fertig sein soll. Im Anschluss folgt die Generalsanierung der Notaufnahme und der Ambulanzen. Patienten, die zu einem angemeldeten Termin kommen, bekommen einen eigenen Anmeldebereich.

Ebenfalls wird die zentrale Notaufnahme mit Liegendanfahrten und Schockraum saniert und vergrößert. Insgesamt investiert das Klinikum Westmünsterland 14,5 Millionen Euro am Standort Ahaus. Allein der Anbau kostet rund 12,5 Millionen Euro.

„Ersatzpflanzungen im Dezember“

Für den Anbau mussten auf dem Gelände in Wüllen zahlreiche Bäume gefällt werden, da sich vorher dort ein Wald befand. Eine stattliche Fläche von knapp 18.000 Quadratmetern musste weichen.

Als Ersatz dafür werden Ersatzpflanzungen vorgenommen – allerdings nicht in Ahaus, sondern im gut 40 Kilometer entfernten Rhede. Das dortige Krankenhaus gehört ebenfalls zum Verband Klinikum Westmünsterland. Die Arbeiten werden demnächst beginnen. „Nach erfolgter Abstimmung mit dem Regionalforstamt finden die Ersatzpflanzungen in Rhede im Dezember statt“, erklärt Tobias Rodig.

Bisherige Erweiterungen des Ahauser Krankenhauses

Der Gesundheitscampus hat sich durch Ärztehäuser, Gesundheitszentrum, Versorgungszentrum, Seniorenzentrum und Kinderhaus Rasselbande ständig vergrößert. Das Krankenhaus an sich aber wurde flächenmäßig nur sehr begrenzt erweitert.
  • 1995: Funktionsdiagnostik Innere Medizin
  • 2004: Erweiterung der Radiologie für MRT und Praxis
  • 2010: Erneuerung der Intensivstation
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