Angeordnete Suchtberatung für 22-jährigen Vredener nach Marihuana-Konsum

Amtsgericht

Bei einem 22-jährigen Vredener fanden Polizisten in Ahaus innerhalb kürzester Zeit zweimal Cannabis. Beim Verfahren am Amtsgericht Ahaus wählte der Richter den pädagogischen Ansatz.

Ahaus, Vreden

, 29.07.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Ahauser Polizei fand bei einem 22-Jährigen illegale Drogen.

Die Ahauser Polizei fand bei einem 22-Jährigen illegale Drogen. © picture alliance / dpa

Gleich zweimal ließ sich im Frühjahr ein 22-jähriger Vredener in Ahaus mit Marihuana erwischen. Zunächst wurden er und seine Kumpels im März an der Graeser Straße von mehreren Polizisten kontrolliert. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten 0,68 Gramm der in Deutschland illegalen Droge.

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Genau einen Monat später geriet der 22-Jährige erneut in eine Polizeikontrolle. Auch hierbei fanden die Ermittler eine kleinere Menge Marihuana sowie eine Bong und eine Haschpfeife. Vor dem Amtsgericht Ahaus räumte der Angeklagte alles ein. Auf Nachfrage des Richter, ob er ein Drogenproblem habe, erklärte der 22-Jährige: „Ja, das ist wohl so.“ Seit acht Jahren konsumiere er regelmäßig Cannabis.

Richter wählt pädagogischen Ansatz

Richter und Staatsanwaltschaft wählten an diesem Tag den pädagogischen Ansatz. „Für eine Freiheitsstrafe reicht es nicht, eine Geldstrafe bringt es nicht“, so der Vorsitzende. Deshalb schlug er vor, das Verfahren einzustellen. Allerdings unter der Auflage, dass sich der Vredener in den nächsten Monaten regelmäßig mit der Gronauer Suchtberatungsstelle unterhält.

Außerdem muss er 100 Sozialstunden leisten. „Damit Sie weniger Zeit haben, um zu kiffen“, erklärte der Richter. Er erhoffe sich davon, dass der gelernte Tischler so in die rechte Spur zurückfindet: „Wegen des Kiffens haben Sie keinen Job. Sie müssen endlich den Hintern hochbekommen.“

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