Oliver Lux, Pflegedirektor des St.-Marien-Krankenhauses, ist mit der Auslastung der öffentlichen Teststation rundum zufrieden. © Johannes Schmittmann
Klinikum Westmünsterland

Auch Krankenhaus-Besucher sollen nun öffentliche Teststation nutzen

Am Ahauser Krankenhaus gibt es seit zwei Wochen eine öffentliche Teststation. Die andere Teststelle im Eingangsbereich soll fortan nur noch dem Personal und Patienten zur Verfügung stehen.

Um bisher unentdeckte Infektionsketten erfolgreich zu unterbrechen, hat sich das Klinikum Westmünsterland Anfang des Monats dafür entschieden, eine Schnellteststation zu errichten. Am Rande des Parkplatzes vom Ahauser Krankenhaus können sich seitdem Bürgerinnen und Bürger kostenfrei testen lassen. Am Drive-in-Schalter muss man dafür nicht einmal das Fahrzeug verlassen. Seit rund zwei Wochen wird das Angebot intensiv genutzt. „Im Schnitt machen wir hier rund 500 Abstriche pro Tag“, berichtet Pflegedirektor Oliver Lux – Tendenz steigend.

Ende der vergangenen Woche berichtete ein Leser der Münsterland Zeitung davon, dass er trotz Termins, den er über die App „Chayns“ gebucht habe, nicht getestet wurde. Ihm sei vom Personal mitgeteilt worden, dass es nur bis 17.30 Uhr Tests gebe. Der Termin des Lesers war um 17.45 Uhr. Auf Anfrage erklärt das Klinikum Westmünsterland, dass es sich um ein Missverständnis handle und der Herr wahrscheinlich am falschen Ort war.

Abstrichstation im Eingangsbereich nur noch für bestimmte Gruppen

Denn am Krankenhaus gibt es nicht nur die beiden öffentlichen Drive-In-Schalter, sondern auch eine Abstrichstation im Eingangsbereich. Diese war ursprünglich für Besucher, Patienten und Mitarbeiter vorgesehen und schloss in der vergangenen Woche tatsächlich um 17.30 Uhr, was zu den Schilderungen des MLZ-Lesers passt.

In Zukunft sind solche Missverständnisse wohl ausgeschlossen. Denn seit dieser Woche hat das Klinikum eine Änderung vorgenommen. Die Abstrichstation im Eingangsbereich ist ab sofort nur noch Patienten und Mitarbeitern vorbehalten.

Besucher sollen sich nun ebenfalls am öffentlichen Drive-in-Schalter testen lassen. „Die Abläufe dort funktionieren gut. Außerdem haben wir mittlerweile eine Möglichkeit gefunden, um dort auch analog das Testergebnis mitteilen zu können“, berichtet Oliver Lux. „Unsere Patienten sind im Durchschnitt 65 Jahre alt. Da hat nicht jeder Besucher ein Smartphone.“ Eine Terminvereinbarung ist in diesem Fall nicht notwendig.

Negatives Testergebnis mit zur Anmeldung bringen

Um doppelte Wege zu vermeiden, empfiehlt der Pflegedirektor des Klinikums, das negative Testergebnis schon mit zur Anmeldung zu bringen. Außerdem weist er darauf hin, dass es wegen der relativ hohen Inzidenz weiterhin erforderlich ist, als Besucher registriert zu sein.

Jeder Patient, der sechs oder mehr Tage im Ahauser Krankenhaus verbringt, darf zwei Personen auf die Registrierungsliste setzen lassen. Zutritt bekommt nur, wer ein aktuelles, negatives Testergebnis vorweisen kann. Medizinische Masken und Handdesinfektion sind seit Beginn der Pandemie sowieso obligatorisch.

Über den Autor
1991 in Ahaus geboren, in Münster studiert, seit April 2016 bei Lensing Media. Mag es, Menschen in den Fokus zu rücken, die sonst im Verborgenen agieren.
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