Bei Bünings Grüner Schoppe kamen ungeliebte Weihnachtsgeschenke unter den Hammer

hzTag der langen Gesichter

Glühwein und loderndes Feuer luden zu einer ganz besonderen Auktion ein. In Bünings Grüner Schoppe wurden zum vierten Mal ungeliebte Weihnachtsgeschenke für einen guten Zweck versteigert.

Ahaus

, 02.01.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lange Gesichter gab es vermutlich bei einigen Personen am Heiligabend, weil sie etwas geschenkt bekamen, was sie gar nicht brauchten. Glückliche Gesichter gab es dafür am Neujahrstag bei den Personen, die bei der Auktion der ungeliebten Geschenke in Bünings Grüner Schoppe im Industriegebiet erfolgreich mitboten.

Sabine Dirksen und Johannes Büning als Gastgeber und Mitveranstalter haben diese Auktion bereits zum vierten Mal zusammen mit Claudia Groten und Ele Teloo von der Tausendschön-Trödelgärtnerei organisiert. Am Ende waren 500 Euro in der Kasse, die der Initiative „Ein Herz für behinderte Menschen NRW“ zugute kommen.

Vor 14 Jahren Premiere in Vreden gefeiert

Gitta Schoppen gründete die Initiative mit Nachbarsfrauen vor 14 Jahren in Vreden. „Wir sind kein Verein. Wir sind ein Zusammenschluss von Personen, die sich einsetzen für Menschen mit Behinderungen in Vreden und Umgebung. Wir haben bisher über 10.000 Euro mit dem Verkauf von Handarbeiten, Marmeladen, Gelees und anderen leckeren, selbst gemachten Dingen eingenommen“, so Schoppen vor der Auktion.

Bei Bünings Grüner Schoppe kamen ungeliebte Weihnachtsgeschenke unter den Hammer

Einen Telefonhörer, den man mit dem Smartphone verbinden kann, konnten die Besucher ersteigern. © MEISEL-KEMPER

Umut Ersoy und Bernd Overkamp schwangen den Hammer. Darunter waren neben vielen selbstgemachten Esswaren in hübschen Präsentkörben auch ungeöffnete, verpackte Geschenke; eine ganze Reihe Klemmbretter, ein Hochdruckreiniger, Tuppersachen oder Nagellack. Am meisten erheiterte ein Telefonhörer, den man mit einem Smartphone verbinden konnte, oder ein Weinbecher mit Überlaufableitung oder ein Gerät, das beim Trocknen des Nagellacks das Pusten ersetzte.

Kinder bieten mit, ohne die Eltern zu fragen

Am meisten Spaß hatten die Kinder, die manchmal mitboten ohne ihre Eltern zu fragen. Familie Wansing aus Südlohn ging mit 16 ersteigerten Gegenständen nach Hause, darunter 4 Klemmbretter für den Urlaub. „Der Roboter ist für meine Jungs, das Nagelset für meine Tochter, das Knochenkissen für mich. Das war ja noch verpackt“, listete Katrin Wansing einen Teil der Dinge auf.

Bei Bünings Grüner Schoppe kamen ungeliebte Weihnachtsgeschenke unter den Hammer

Zahlreiche Ahauser waren gekommen, um sich an der Versteigerung zu beteiligen. © MEISEL-KEMPER

Anne Vortkamp aus Karlsruhe hatte beim Familienbesuch von der Versteigerung gehört. Sie hatte fünf Teile ersteigert. „Die Krippe ist für meine Oma, das Lego für meine Tochter, der Präsentkorb für meine Leih-Oma und das belgische Bier für meinen Mann oder meinen Schwager“, wusste auch sie, bei wem sie damit glückliche Gesichter erzeugen kann.

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