Benedikt Homölle (38) aus Ahle ist das neue Gesicht an der Spitze von Ahaus Marketing und Touristik. Zum 1. Januar übernimmt er die Leitung. Mit Touristik hat er bisher nicht viel zu tun gehabt. Trotzdem hat er viel vor. © Stephan Rape
Neue Aufgaben

Benedikt Homölle bereitet sich im Stillen auf Leitung des AMT vor

Ahaus Marketing und Touristik bekommt zum Jahreswechsel einen neuen Leiter: Benedikt Homölle aus Ahle. Der bereitet sich schon vor, lässt sich aber noch nicht in die Karten schauen.

Benedikt Homölle ist der neue Mann an der Spitze von Ahaus Marketing und Touristik (AMT). Das heißt, genau genommen, wird er es erst noch. Denn seine neue Stelle tritt der 38-jährige Ahler erst zum 1. Januar an. So lange übernimmt die Wirtschaftsförderin Katrin Damme noch die Leitung.

Erst einmal will der neue Leiter des AMT die Prozesse hinter den Kulissen optimieren. Aus dem Tagesgeschäft möchte er sich auf lange Sicht heraushalten, sondern lieber perspektivisch arbeiten.
Erst einmal will der neue Leiter des AMT die Prozesse hinter den Kulissen optimieren. Aus dem Tagesgeschäft möchte er sich auf lange Sicht heraushalten, sondern lieber perspektivisch arbeiten. © Stephan Rape

Bisher arbeitet Benedikt Homölle bei einem großen Unternehmen in Ahaus. Seit 21 Jahren, um genau zu sein. Dort absolvierte er seine Ausbildung zum Industriekaufmann und dort durchlief er etliche Abteilungen: Unter anderem auch das Marketing. Seit etlichen Jahren ist er für Schulungen, interne und externe Seminare, Messen und Events verantwortlich. Mit der Stelle klingt er nicht unzufrieden.

Lust auf ein direkt messbares Ergebnis

Warum also der Neuanfang beim AMT? „Weil ich Lust auf Vereinsarbeit habe. Und weil mir der direkte Kontakt zum Ergebnis fehlt“, sagt er. Zwar habe er durch Seminare und Schulungen viel mit Menschen zu tun, doch nach dem Seminar trennen sich die Wege. „Vom Erfolg bekomme ich nicht viel mit“, sagt er. Das sei bei AMT anders: „Dort gibt es ein sofort messbares Ergebnis.“

Seine Ziele für die Arbeit im AMT klingen erst einmal weder nach Touristik noch nach Marketing. Sie sind viel pragmatischer: „Prozessoptimierung“, sagt Benedikt Homölle. Das sei das, worauf er sich im ersten Schritt konzentrieren wolle. Viele einzelne Maßnahmen und Veranstaltungen hingen vor allem von Zeit und Geld ab. „Und da müssen wir viele Abläufe einfacher, schlanker und auch digitaler aufstellen“, erklärt er. Er strebt einen Standard an. Und eine klare Dokumentation, um bei Folgeveranstaltungen darauf zurückgreifen zu können. Dadurch soll das AMT auch fairer werden. „Zum Beispiel indem aus einem Automatismus heraus nicht immer wieder die gleichen Musiker gebucht werden“, macht er deutlich.

An Traditionsveranstaltungen wird erstmal nichts verändert

An den Veranstaltungen in Ahaus rüttelt er erst einmal nicht. „Daran hängen ja viele Traditionen“, sagt er. Ob daran etwas geändert werden könne oder dürfe, müsse später entschieden werden. „Und das machen wir ja auch nicht allein, sondern zusammen mit den Gesellschaftern“, sagt er. An dieser Stelle spricht er schon vom „Wir“ – obwohl er sich damit eigentlich noch zurückhalten will. Denn noch steht sein jetziger Job im Vordergrund. Aber natürlich arbeite er sich in der Freizeit hier und da schon ein oder knüpfe erste Verbindungen.

„Mein Vorteil ist, dass ich ja schon viele Leute kenne“, sagt er. Denn auch wenn er aus Ahle stamme, so ein bisschen fühle er sich schon als Ahauser: Durch die Schulzeit, seine jetzige Stelle, Aktionen in der Landjugend oder andere Vereinsarbeit.

Kosten und Nutzen sollen gegenüber gestellt werden

Aber noch einmal zurück auf die Veranstaltungen: „Ich möchte so viel wie möglich für die Bürger herausholen“, sagt er. Möglich, dass dieses oder jenes Format noch einmal auf den Prüfstein gestellt wird. „Man muss an manchen Stellen einfach die Kosten dem Nutzen gegenüberstellen“, erklärt er. Aber das sei noch ferne Zukunftsmusik. „In meinem ersten halben Jahr wird sich gar nichts ändern“, sagt er.

Kommunikation ist die Hauptaufgabe

Seine Aufgabe bei AMT sieht er vor allem in der Kommunikation und der Verknüpfung von Akteuren. Deswegen sei es auch kein Problem, dass er keinen touristischen Hintergrund habe. „Es geht um Prozesse und Kommunikation. Um Social Media und um Planung“, ergänzt er. Also ganz ähnlich der Aufgaben, die er jetzt auch schon erfüllt. „Natürlich mit einem anderen Produkt.“

Mit dem Tagesgeschäft will er dabei stärker als bisher das Team von AMT betrauen. „Ich muss nicht jedes einzelne Posting in den sozialen Medien absegnen“, sagt er. Die Details seiner Arbeit will er aber erst nach dem Jahreswechsel verraten. Dann will er sich mit den unterschiedlichen Gruppen, den Einzelhändlern, Gastronomen, Unternehmern und Vereinen austauschen.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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