Bis die Bühne rauchte

Feuerwehr-Musikzug brilliert

Es ist der Höhepunkt und Abschluss des musikalischen Jahreslaufs im Musikzug der Ottensteiner Feuerwehr: das Jahreskonzert. Auch am Samstag begeisterten die Musiker in der Aula des Alexander-Hegius-Gymnasiums Hunderte von Zuhörern.

AHAUS/OTTENSTEIN

, 15.12.2013, 15:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Unsere Musiker haben fleißig neue Stücke geübt und alten Stücken neuen Glanz verliehen“, versprach der Vorsitzende Albert Schmelting zu Beginn, und er hatte nicht übertrieben. Von böhmischen Polkaträumen bis hin zu einer brillanten Hommage an die Beatles, war wohl für jeden Geschmack war bei dem Konzert etwas dabei. Den Anfang machten die „jungen Wilden“ des Aufbaustufenorchesters. Unter Leitung von Nikki Kleijssen holten die jungen Musiker alles aus ihren Instrumenten heraus. Orchestrale Stücke wie „The Music Mill“ oder „Chinaman in Paris“ verrieten das hohe Potenzial, aus dem die Jugendgruppe schöpft. Auch das Jugendorchester übertraf sich selbst. Bei der orientalisch angehauchten „Procession of the Sardar“ spürten die Hörer förmlich den rauen Wüstenwind. Das begeisterte Publikum forderte eine Zugabe ein, die es auch bekam. Moderator Stefan Abbing begrüßte als musikalische Gäste den Chor „Come together“. „Es ist schon zu einer kleinen Tradition geworden, dass wir uns gegenseitig bei unseren Konzerten unterstützen“, so Abbing. Das Gesangsensemble trug ein ergreifendes Medley aus dem Musical „Tarzan“ vor. Auch die a-capella-Version des Toto-Hits „Africa“ riss die Zuschauer von ihren Sitzen.

Der zweite Vorsitzende des Chors, Ralf Hubbert, hatte betrübliche Nachrichten. „In den letzten Wochen mussten wir schweren Herzens die Entscheidung der fusionierten Pfarrgemeinde akzeptieren, dass wir ab Januar unter der Leitung von Frau Vogel stehen“, so Hubbert. Jennifer Thesing gibt nach acht Jahren die Leitung von „Come together“ ab. Das Gesamtorchester des Feuerwehr-Musikzugs sorgte dafür, dass es im wahrsten Sinne des Wortes auf der Bühne rauchte. Das epische Stück „Der Dämon“ sorgte für wohligen Grusel. Dem „Horrorfilm für die Ohren“ folgte heißer Swing mit dem „Trumpet Blues“ von Harry James, bei dem sich eine Brass-Solistengruppe profilierte. Heiß wurde es auch bei „Carribean Hideaway“, das die Zuhörer auf einen Kurzurlaub nach Südamerika schickte. Bei „76 Trombones“ des Komponisten Meredith Willson griff Dirigent Hans Schippers sogar höchstpersönlich zur Posaune. Das große, vorweihnachtliche Finale gestalteten „Come together“ und der FMO gemeinsam. Mit besinnlichen Weihnachtsliedern entließen die Musiker ihr Publikum in den dritten Advent. Urkunde und ein Ehrenabzeichen vom Vorsitzenden ab es für Klaus Vennemann (30 Jahre Mitgliedschaft im Orchester) sowie Ferdinand Vennemann und Josef Mönning (40 Jahre Mitgliedschaft).

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