Corona-Alltag: Der Fluch und der Flug

Coronavirus

Das Coronavirus stellt viele Reisepläne auf den Kopf. Ausgerechnet in diesem Jahr wollte Redakteur Stefan Grothues seit Langem mal wieder fliegen. Nun heißt es umdenken.

Ahaus

, 05.06.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Kiwis in Neuseeland müssen warten. In diesem Jahr heißt es für die Reiseplanungen: Allgäu statt Auckland.

Die Kiwis in Neuseeland müssen warten. In diesem Jahr heißt es für die Reiseplanungen: Allgäu statt Auckland. © picture alliance / dpa

Eigentlich sind wir ja keine Fernreisenden. Wer sich wandernd oder auf dem Fahrrad erholen kann, der braucht sich und das Klima nicht mit Flugreisen zu stressen.

In diesem Jahr aber wollten wir endlich die ausgewanderte Tochter am anderen Ende der Welt besuchen. Im Februar haben wir die Flugtickets nach Neuseeland gebucht. Im Oktober wollten wir abheben.

Corona grätscht in die Reiseplanungen

Und dann grätschte Corona, in unsere Reiseplanungen. Im Moment sind Flüge zu den Kiwis gar nicht möglich. Ob sie es im Oktober sein werden, ist höchst fraglich.

Dabei ist Neuseeland inzwischen fast coronafrei dank eines rigorosen Shutdowns und dem Fingerspitzengefühl der sympathischen Regierungschefin Jacinda Ardern.

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Aber Jacinda wäre streng genug, uns – wenn wir denn überhaupt in ihr schönes Land fliegen dürften – für die Hälfte unserer Urlaubszeit in Quarantäne zu stecken. Der Fluch nach dem Flug.

Wandern statt Wellington

Also heißt es nun umplanen. „Allgäu statt Auckland, Wandern statt Wellington“ heißt die neue Devise. Und wir müssen uns trösten: Ungeflogen ist nur aufgeschoben. Neuseeland muss eben noch ein Jahr warten.

Wir wollen uns nicht beklagen. Das Schicksal hätte es schlimmer mit uns meinen können.

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Und für den Bayernurlaub halten wir es auch mit Jacinda Ardern. Die Chefin des Teams Kiwi rät uns allen:

„Nie die Teamkameraden aus dem Auge verlieren. Genießt es, wieder draußen zu sein, zusammen zu sein. Wahrt Distanz. Und seid freundlich.“