Corona-Fall beim Löschzug Wüllen: Ergebnisse des Massentests liegen vor

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Beim Löschzug Wüllen gibt es einen Corona-Fall. Der betroffene Wehrkamerad war nach der Infektion noch für die Feuerwehr im Einsatz. Darum gab es eine große Test-Aktion. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.

Ahaus

, 18.08.2020, 14:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beim Löschzug Wüllen ist das Szenario eines infizierten Wehrkameraden kürzlich zur Realität geworden. Da der Feuerwehrmann nach der Infektion noch im Einsatz war, führte das DRK am Freitag (14. August) einen Massentest beim Löschzug durch. 31 Abstichproben wurden genommen. Jetzt teilt der Kreis Borken mit: Alle Tests sind negativ.

Von einer „riesigen Erleichterung“ spricht Berthold Büter, Leiter der Ahauser Feuerwehr. „Wir sind einfach glücklich, dass keiner unserer Feuerwehrkräfte betroffen ist.“ Zudem zeige das Ergebnis, dass die bereits zu Beginn der Coronakrise präventiv getroffenen Maßnahmen ihre Wirkung nicht verfehlen würden.

Persönliches Sicherheitspaket

Einmalhandschuhe, Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel hat jeder bei der Ahauser Feuerwehr, egal ob hauptberuflich oder ehrenamtlich, stets als persönliches Sicherheitspaket bei sich. Zudem sind die Fenster der Fahrzeuge für ausreichend Luftzirkulation auf dem Weg zum Einsatz geöffnet. Zudem gibt es nach jedem Einsatz eine Wischdesinfektion.

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Auch Kreis-Pressesprecher Karlheinz Gördes zeigt sich angesichts der negativen Befunde erleichtert: „Das sind sehr erfreuliche Nachrichten. Diese ganz bewusst eingeführten Sicherheitsvorkehrungen haben ihre Wirkung nicht verfehlt.“ Mit Blick auf die Risikominimierung sei das ein sehr effektiver Weg.

Vorgaben werden gewissenhaft umgesetzt

Genau deshalb hatte das Kreisgesundheitsamt für die 31 getesteten Wehrkameraden auch keine Quarantäne angeordnet. Zentral sei aber vor allem, das betont der Ahauser Feuerwehrchef, dass die Vorkehrungen gewissenhaft umgesetzt würden. „Genau das ist bei uns der Fall. Alle ziehen ohne Ausnahme mit. Großes Kompliment.“

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Übrigens sind auch alle genommenen Abstriche aus dem privaten Umfeld des infizierten Feuerwehrmannes negativ ausgefallen, wie Karlheinz Gördes sagt. „Die Quarantäne für die 13 Personen und den betroffenen Feuerwehrmann hat aber noch Bestand.“ Im Falle der getesteten Personen eine Sicherheitsvorkehrung.

Und obwohl die Sache für den Löschzug letztlich gut ausgegangen ist, mahnt Berthold Büter an: „Wir müssen mit der Umsetzung der Sicherheitsvorkehrungen ganz konsequent weitermachen. Wir müssen weiter lernen, mit dem Virus zu leben.“ Denn die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr zur Gefahrenabwehr müsse immer aufrechterhalten werden. Corona hin oder her.

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