Coronavirus: Kreis Borken lädt Vertreter der Kommunen zu „vorsorglicher Konferenz“ ein

hzCoronavirus

Der Kreis Borken und die Kommunen haben ihr Verhalten im Falle einer Corona-Infektion abgestimmt. Unter anderem wurden ein Krisenstab und eine Hotline eingerichtet.

Ahaus

, 28.02.2020, 16:07 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Kreis Borken hat am Freitag Vertreter von allen Kommunen zu einem Informationstreffen zum Thema Coronavirus eingeladen. Es handele sich um eine „vorsorgliche Konferenz“, hieß es dazu in einer Pressemitteilung am Nachmittag.

Denn bislang gebe es keinen Fall im Kreis, auch keinen Verdachtsfall. In der Pressemitteilung wird ausdrücklich erwähnt, dass es sich um den Sachstand am Freitag um 15 Uhr handelt, weil sich die Situation jederzeit ändern kann.

Jetzt lesen

„Wir nehmen die aktuelle Lage sehr ernst, bitten allerdings die Bürger und Bürgerinnen um Besonnenheit“, sagt Landrat Dr. Kai Zwicker. Der Kreis bereite sich bereits seit Längerem auf das Auftreten des Coronavirus vor. Ein Krisenstab wurde eingerichtet.

Dieser wird aktiviert, wenn eine Infektion im Kreisgebiet bekannt wird. Das Infektionsschutzgesetz regelt, dass in so einer Situation die Gesundheitsämter den Hut auf haben. Der Kreis würde den Kommunen dann entsprechende Maßnahmen empfehlen.

Stadt Ahaus ist auf das Coronavirus vorbereitet

“Darauf ist die Stadt Ahaus vorbereitet.“ Das sagt der Erste Beigeordnete Hans-Georg Althoff am Freitag nach dem Gespräch im Kreishaus. Die Stadt habe einen sogenannten Stab für besondere Ereignisse eingerichtet, in dem unter anderem Mitarbeiter des Ordnungsamtes vertreten sind.

Bislang sei die Situation in Ahaus aber noch ruhig. Bei der Stadt gehen demnach keine besorgten Anrufe oder Anfragen ein.

Anders sieht das beim Kreis aus. Deswegen hat das Kreisgesundheitsamt Borken am Freitag eine Telefon-Hotline freigeschaltet. Unter Tel. (02861) 821091 werden von montags bis freitags Auskünfte zum Coronavirus erteilt. Am Wochenende geben Ärzte unter Tel. 116117 Informationen zum Virus.

Jetzt lesen

Annette Scherwinski, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, hat sich bereits am Donnerstag mit einer Bitte an die Öffentlichkeit gewandt. Wer grippale Symptome verspürt, sollte sich zunächst telefonisch an den Hausarzt wenden und mit ihm das weitere Vorgehen besprechen. Man solle nicht sofort ein Krankenhaus aufsuchen und sich auf das Coronavirus testen lassen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt