Coworking Space: Der feste Büroarbeitsplatz verliert an Bedeutung

hzGemeinschaftsbüros

Gemeinschaftsbüros gibt es in Ahaus schon seit zwölf Jahren. Tobit bietet Coworking Spaces am Oldenkottplatz an. Diese Arbeitsform soll von der Stadt nun näher untersucht werden.

Ahaus

, 05.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auch in Ahaus arbeiten aktuell viele Menschen im Homeoffice und es zeigt sich, dass für viele Tätigkeiten zumindest teilweise ein dezentrales Arbeiten gut möglich ist. Warum also nicht Coworking Spaces – Gemeinschaftsbüros – in der Innenstadt entstehen lassen?

Mit dieser von Bündnis 90/Die Grünen vorgetragenen Idee befasste sich der Rat in seiner jüngsten Sitzung.

Solche Gemeinschaftsbüros würden nicht nur das Risiko einer Ansteckung mit Corona reduzieren, „sie sparen auch Zeit, Kosten und Nerven was die Pendlerfahrten angeht“, erklärte Klaus Löhring (Grüne). „Ahaus sollte eine Vorreiterrolle einnehmen“, sagte Löhring.

„Nicht nur Privaten überlassen“

„Ich habe gesehen, dass ein Ahauser Software-Unternehmen schon Coworking-Spaces anbietet. Das sollte aber nicht nur Privaten überlassen werden“, erklärte das Grünen-Ratsmitglied. Die Stadt könne ebenfalls geeignete Plätze suchen.

Den Gedanken, in Ahaus ein Büro mit anderen anderen zu teilen, hatte Tobit-Gründer Tobias Groten schon vor zwölf Jahren. So ist es einem Post von ihm auf Facebook zu entnehmen.

Damals habe Tobit am Oldenkottplatz das „A1“ eröffnet – „das es übrigens auch heute noch gibt“, schreibt Tobias Groten. „Gerade junge Menschen, die ein eigenes Unternehmen gründen möchten, finden hier im Herzen der Stadt den besten Platz für den Start.“

Einzel- und Großraumbüros

„Einfach anfangen“ heißt es aktuell auf der entsprechenden Homepage von Tobit. Geboten werden bis zu 33 Quadratmeter große Einzelbüros mit bis zu vier Arbeitsplätzen sowie Großraumbüros.

Die Büros sind möbliert mit Schreibtisch, Bürostuhl und Schreibtischlampe, die Kaffeeküche und die Toiletten werden gemeinschaftlich genutzt. Der Zugang zum Büro erfolgt per Smartphone. Die Buchungsdauer kann zwischen ein paar Tagen und einem halben Jahr oder mehr liegen.

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„Gibt es überhaupt Anfragen für so etwas in Ahaus?“, wollte WGW-Ratsherr Hermann Josef Haveloh von Bürgermeisterin Karola Voß wissen. „Wir sollten bei Tobit nachfragen, wie groß die Nachfrage nach diesen Büros ist“, sagte Grünen-Ratsmitglied Dietmar Eisele. „Die Frage können wir gerne stellen“, erklärte Bürgermeisterin Karola Voß.

Projekt der Leader-Region

Sie berichtete, dass das Thema „Coworking Space“ als Projekt bereits in der Leader-Region Ahaus/Heek/Legden diskutiert werde. Konkrete Anfragen nach Gemeinschaftsbüros habe es bei der Stadtverwaltung in Ahaus bislang nicht gegeben. „Aber Heek und Legden sind auch interessiert, solche Plätze zur Verfügung zu stellen.“ Der Rat verwies den Antrag der Grünen in den zuständigen Ausschuss.

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