Das Schlosstor ist eingerüstet – bis zur Sanierung dauert es aber noch

Schloss-Sanierung

Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen stehen an der Westseite des Ahauser Wasserschlosses an. Vor dem offiziellen Start muss allerdings zunächst eine Restauratorin den Zustand begutachten.

Ahaus

, 10.04.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Triumphportal wird in diesen Tagen eingerüstet. Bis zum offiziellen Beginn der Sanierungsmaßnahme an der Westseite des Schlosses wird es sich aber noch ein wenig hinziehen.

Das Triumphportal wird in diesen Tagen eingerüstet. Bis zum offiziellen Beginn der Sanierungsmaßnahme an der Westseite des Schlosses wird es sich aber noch ein wenig hinziehen. © Michael Schley

Das Tor zum Wasserschloss Ahaus wird in diesen Tagen durch ein Gerüst verhüllt – weitere Einrüstungsarbeiten werden am Schloss in Kürze folgen. Sie stellen einleitende Maßnahmen zu Sanierungsarbeiten an der Westseite dar. Das bestätigte auf Nachfrage Pressesprecher Karlheinz Gördes für den Eigentümer, den Kreis Borken.

Zum Hintergrund: Bereits im Juni 2019 hatte die Bezirksregierung Münster bekanntgegeben, dass sie aus dem Denkmalförderprogramm 2019 des Landes Nordrhein-Westfalen 100.000 Euro für das Baudenkmal Schloss Ahaus bewilligt hat. Am Barockschloss solle mit den Fördermitteln die Gräftenmauer West, das Triumphportal, zwei Wachthäuschen – sprich Torhaus- und Schulmuseum – und zwei Eckpavillons (Nordwest- und Südost-Pavillons) saniert werden. Das Projekt wird nun umgesetzt.

Restauratorin spricht Empfehlungen aus

Nach den ersten Einrüstarbeiten wird sich der Beginn der konkreten Sanierungsarbeiten noch ein wenig hinziehen. „Ab dem 20. April wird eine Diplom-Restauratorin aus Stadtlohn vorab eine Begutachtung vornehmen und ihrerseits einen Zustandsbericht anfertigen“, so Gördes. „Bei diesen Voruntersuchungen geht es in erster Linie darum, festzustellen, welche Schäden es gibt und vor allem in welchem Ausmaß diese vorliegen", erklärt Katja Harmeling auf Nachfrage. Die Inspizierung werde einige Tage in Anspruch nehmen. Die Restauratorin wird im Anschluss Empfehlungen für die Restaurierungs- respektive Sanierungsmaßnahmen aussprechen, die letztlich in einem Leistungsverzeichnis festgehalten werden. Parallel könnten womöglich schon erste Mauerarbeiten stattfinden, so Karlheinz Gördes.

Insgesamt sollen sich die Kosten für die Sanierungsmaßnahme auf rund 350.000 Euro belaufen, 20.000 Euro sind für die Planung im vergangenen Jahr bereits abgeflossen. „Der Rest wird sukzessive finanziert“, erklärt Gördes. Der Zeitplan der Maßnahme hänge nicht zuletzt von den Ergebnissen der Begutachtung ab.

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