Der Handel setzt in Ahaus jährlich über eine Milliarde Euro um

hzWirtschaft in Ahaus

Wie ist es um die Ahauser Wirtschaft bestellt? Wirtschaftsförderin Ilka Pricker hat aktuelle Kennzahlen vorgelegt. Die wirtschaftliche Lage in Ahaus sieht demnach „durchweg positiv“ aus.

Ahaus

, 31.01.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war eine der ersten Aufgaben, die der Wirtschaftsausschuss im Oktober der neuen Wirtschaftsförderin Ilka Pricker mit auf den Weg gab: eine Bestandsaufnahme aktueller Kennzahlen der Ahauser Wirtschaft.

„Wir sprechen über durchweg positive Zahlen“, sagte eingangs der Präsentation der Ausschussvorsitzende Thomas Vortkamp (CDU).

Ilka Pricker berichtete in der jüngsten Sitzung des Ausschusses als erstes über die Entwicklung der Gewerbesteuer-Erträge. Tendenziell sei ein Wachstum zu erkennen, erklärte die Wirtschaftsförderin.

Wirtschaftsförderin Ilka Pricker in ihrem Büro im Rathaus.

Wirtschaftsförderin Ilka Pricker in ihrem Büro im Rathaus. © Christian Bödding

Im Jahr 2018 stiegen die Gewerbesteuer-Erträge im Vergleich zum Vorjahr um etwa acht Prozent. Der geplante Ansatz für das Jahr 2019 werde voraussichtlich deutlich überschritten, erklärte Ilka Pricker. Das spiegele die gute wirtschaftliche Situation in Ahaus wider.

Hier einige Zahlen: Vor zehn Jahren (2010) betrug die Summe der Gewerbesteuer-Erträge 18,4 Millionen Euro. Im Jahr 2018 lagen die Erträge bei insgesamt 30,3 Millionen Euro. Geplant für 2019 waren Erträge von 25 Millionen Euro, für das aktuelle Jahr geht die Verwaltung von Erträgen in Höhe von 26,5 Millionen Euro aus.

Gemeindeanteil Einkommensteuer

Eine weitere Kennzahl: der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer. Der Anteil steigt seit 2010 ebenfalls stetig. Vor zehn Jahren lag der Anteil für Ahaus bei 9,8 Millionen Euro, im Jahr 2018 waren es 17,2 Millionen Euro. Die für 2019 geplanten Einnahmen liegen bei 17,5 Millionen Euro, im aktuellen Jahr sollen es 18,3 Millionen Euro sein.

Eine weitere Kennzahl: die Arbeitslosenzahlen. Von 2009 bis 2011 gab es eine Reduzierung der Zahl der Arbeitslosen von 976 auf 504; in den Jahren 2011 bis 2013 gab es einen leichten Anstieg bis auf 737 Arbeitslose.

Ab 2013 flachte die Kurve langsam bis auf einen neuen Tiefstand von 570 Arbeitslosen im Jahr 2018 ab. Im Dezember 2019 waren in Ahaus 571 Personen arbeitslos gemeldet.

Zahl der Neuansiedlungen

Kennzahl Neuansiedlungen: Mit Ausnahme des Jahres 2015 überstiegen zwischen 2009 und 2018 in jedem Jahr die Anmeldungen die Abmeldungen. „Das weist auf ein Wachstum der Zahl der Unternehmen hin“, heißt es in der Vorlage für den Ausschuss. Im Jahr 2018 gab es in Ahaus gut 300 Gewerbeanmeldungen und etwa 230 Abmeldungen.

Die meisten Betriebe gibt es in Ahaus im Wirtschaftszweig Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (411 Betriebe), gefolgt von den freiberuflichen Dienstleistungen (267), dem Baugewerbe (214), dem verarbeitenden Gewerbe (193) und der Energieversorgung (143).

Umsatzstarke Wirtschaftszweige

Die umsatzstärksten Wirtschaftszweige in Ahaus sind der Handel (1,2 Milliarden Euro), das verarbeitende Gewerbe (966 Millionen Euro) und das Baugewerbe (250 Millionen Euro).

Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist in Ahaus seit 2009 kontinuierlich gestiegen. Weist die Statistik 14.604 Beschäftigte im Jahr 2009 aus, so waren es im Jahr 2014 insgesamt 18.098 Beschäftigte und 20.463 Beschäftigte im Jahr 2018.

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