Die Fuistingstraße in Ahaus soll für Radfahrer und Fußgänger sicherer werden

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Die Baustelle an der Fuistingstraße ist auf der Zielgeraden. Bis September sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, während der Verkehr auf der vielbefahrenen Straße weiterläuft.

Ahaus

, 26.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Neun Uhr morgens, die Sonne knallt am Donnerstag auf die Fuistingstraße. Zwei Bauarbeiter verlegen dicke, graue Pflastersteine. Sie schwitzen bei rund 35 Grad, Autos rollen vorüber. Ein Stück die Straße hinauf legt ein anderer gerade ein Leitungsrohr in eine Grube.

Gebuddelt wird an der Fuistingstraße seit Februar. Die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern haben sich Stadt und Kreis bei dem Gemeinschaftsprojekt auf ihre Fahne geschrieben. Die Bauarbeiter sorgen dafür, dass ein rund 500 Meter langes Stück des Radwegs entlang der Fahrbahn sicherer wird. Die Fahrbahn für Autos wird von 8,50 Metern auf sechs Meter Breite zurückgebaut. Und das, während der Verkehr weiterfließt.

Kanalarbeiten und Straßenbeleuchtung

Der Kreis Borken und die Stadt Ahaus arbeiten Hand in Hand bei der Baumaßnahme, die rund 1,1 Millionen Euro verschlingt. Die Stadt trägt 700.000 Euro der Kosten. „Wir sind für die Kanalbaumaßnahmen, die Gehwege und die Straßenbeleuchtung zuständig“, erklärt der Erste Beigeordnete Hans-Georg Althoff. Für die restlichen 400.000 Euro zeichnet der Kreis Borken verantwortlich. Die Verbreiterung der Radwege und die Einengung der Straßen-Fahrbahn liegen in der Zuständigkeit des Kreises.

Es lässt sich erahnen, wie es später einmal aussehen wird. Farblich klar abgegrenzte Flächen sollen Radfahrer und Fußgänger trennen. Die Bürgersteige sind relativ hoch angelegt. Die Lichtanlage wird auf LED-Beleuchtung umgestellt.

Die Fuistingstraße in Ahaus soll für Radfahrer und Fußgänger sicherer werden

Die Baustelle ist nur halbseitig abgesperrt. Daneben fließt der Verkehr weiter. © Anna-Lena Haget

Auch Landrat Dr. Kai Zwicker ist an die Baustelle gekommen, um sich ein Bild vom Fortschritt zu machen. „Man sieht schon, dass die Fuistingstraße deutlich aufgewertet worden ist“, sagt er. Allerdings gibt er auch zu: „Das ist für die Anlieger und die Verkehrsteilnehmer mit Belastungen verbunden. Wir haben versucht, die Unannehmlichkeiten für die Anwohner zu mildern. Dass das nicht immer gelungen ist, liegt in der Natur der Sache“.

Das kann Hans-Georg Althoff nur bestätigen. Anwohner und Geschäftsleute hätten bereits bei der Stadt angerufen und sich über die Baustelle beschwert. Kein Wunder, denn die Fuistingstraße ist eine der Hauptverkehrsstraßen in Ahaus. Viele Schüler nutzen den Radweg beispielsweise, um zur Schule zu kommen.

Zeitraubende Arbeiten

Stanislav Popp, Geschäftsführer der ausführenden Firma F&P Straßen- und Tiefbau aus Uelsen, kann hingegen kaum Negatives berichten. „Man hat sich langsam daran gewöhnt. Die erste Zeit war ein bisschen schwierig mit dem Verkehr und die Leute liefen kreuz und quer. Aber wir hatten keinen Ärger mit den Anwohnern“, berichtet er.

Am meisten Zeit kosten die Sanierungsarbeiten für die Kanalisation. Alte und defekte Rohre werden, da wo es möglich ist, komplett mit Kunststoff ausgekleidet und so wieder abgedichtet. Teilweise werden Versorgungs- und Anschlussleitungen dabei zum Hindernis. Das dauere seine Zeit, bestätigt auch Richard Bömer, Leiter des Fachbereichs Tiefbau und Entsorgung der Stadt.

Die Fuistingstraße in Ahaus soll für Radfahrer und Fußgänger sicherer werden

Das Team des ausführenden Tiefbauunternehmens schwitzte bei Höchsttemperaturen von 40 Grad. © Anna-Lena Haget

Während der gesamten Sommerferien laufen die Bauarbeiten weiter. Aber: „Wir werden versuchen, bis Ende der Sommerferien die Arbeiten größtenteils abgeschlossen zu haben“, so Christian Abbing, Abteilungsleiter des Kreisbetriebs. Bis September sollen die Bauarbeiten spätestens fertig sein.

„Wir sind sehr dankbar, dass wir einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten können, aber auch, dass wir die Fuistingstraße optisch aufgewertet haben“, so Hans-Georg Althoff.

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