Diskussion im Rat: Stadt erhöht zum neuen Jahr die Abwassergebühren

Neue Gebühren

Die Stadt Ahaus erhöht zum Jahr 2021 die Gebühren für Schmutz- und Niederschlagswasser. Auf einen vierköpfigen Durchschnittshaushalt kommen rund 30 Euro mehr pro Jahr zu. Das sorgte im Rat für Ärger.

Ahaus

, 30.11.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Abwassergebühren in Ahaus werden im Jahr 2021 leicht steigen. Damit zahlen die Ahauser die Reinigung ihres gebrauchten Wassers in der Kläranlage (Foto).

Die Abwassergebühren in Ahaus werden im Jahr 2021 leicht steigen. Damit zahlen die Ahauser die Reinigung ihres gebrauchten Wassers in der Kläranlage (Foto). © Markus Gehring

Die Stadt Ahaus erhöht zum neuen Jahr die Gebühren für die Entsorgung von Schmutz- und Niederschlagswasser: Der Kubikmeter Schmutzwasser kostet künftig 2,54 Euro, für Niederschlagswasser werden 0,46 Euro pro Quadratmeter versiegelter Grundstücksfläche berechnet. Damit erhöhen sich nach einer Berechnung der Stadt Ahaus für den vierköpfigen Durchschnittshaushalt die jährlichen Kosten um rund 30 Euro.

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Klaus Lambers (SPD) kritisierte die Berechnung. Die Stadt habe Abschreibungen und Zinsen zu hoch angesetzt. Das hatte er bereits in den vergangenen Jahren angemerkt. „Wir führen diese Diskussion jedes Jahr“, sagte er. Und er werde nicht müde, darauf hinzuweisen. Der Bund der Steuerzahler empfehle einen niedrigeren Ansatz, der dann auch zu niedrigeren Gebühren führen würde. Schließlich machen Abschreibungen und Zinsen zusammen 65 Prozent der gesamten Gebühren aus.

Kritik findet keine Mehrheit

Damit traf er jedoch weder in der Verwaltung noch bei den anderen Ratsmitgliedern auf Zustimmung. Schließlich orientiere sich der gewählte Ansatz an den Vorgaben der Gemeindeprüfungsanstalt. Außerdem befinde sich der Ahauser Gebührensatz durchaus noch auf einem vergleichbaren Niveau wie in den Nachbarkommunen. Auch müsse für einen zukünftigen Ausbau des städtischen Klärwerks genug Geld da sein. „Da hilft auch kein kreativer Umgang mit Afa-Tabellen“, sagte CDU-Ratsherr Christian Rudde.

Bei fünf Gegenstimmen der SPD stimmte der Rat für die neuen Gebühren.

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