Der Festplatz in Wüllen soll in der zweiten Jahreshälfte saniert werden: Vor allem der Untergrund und die Entwässerung stehen dabei im Fokus. Gleichzeitig sollen vorbereitende Arbeiten für den Dorfspielplatz und auch die Kontrolle einiger Kanalschächte an der Stadtlohner Straße erledigt werden. © Stephan Rape
Große Bauprojekte

Dorfplätze in drei Ahauser Ortsteilen sollen neue Gesichter bekommen

Neuer Untergrund, neue Spielplätze, neue Entwässerung, neue Toiletten: In drei Ahauser Ortsteilen stehen auf den Dorfplätzen große Änderungen an. Und die Zeit drängt. Zumindest in Wessum.

Gleich in drei Ortsteilen stehen auf den Dorfplätzen große Veränderungen an. Zum Teil haben sie sogar schon begonnen.

Die Planung für eine Neugestaltung des Wessumer Dorfplatzes läuft schon seit Jahren. Zunächst im Dorfentwicklungskonzept recht eng gefasst, wurde nur eine Remise samt WC-Anlage und dem unmittelbaren Vorplatz geplant. Dafür erhielt die Stadt schon im Mai 2020 einen Zuwendungsbescheid über 200.000 Euro.

Für das Projekt wurde in der Zwischenzeit auch die Baugenehmigung erteilt. Ein Bauzaun wurde aufgestellt und erste Erdarbeiten sind ebenfalls schon erfolgt.

Dorfspielplatz wird ergänzt, Grünanlagen werden umgebaut

Westlich wurde dann ein Plan für einen Dorfspielplatz ergänzt. Auch dafür wurden Fördermittel beantragt – allerdings erst im vergangenen September.

Gleichzeitig sollen am Dorfplatz einige Platanen gefällt werden. Laut Verwaltung wurden die Bäume zwischen dem Parkplatz und dem eigentlichen Dorfplatz zu eng gepflanzt. Sie würden sich gegenseitig behindern.

Der Dorfplatz in Wessum wird umfangreich umgestaltet. Eine neue Schirmschoppe wird gebaut, ein neuer Dorfspielplatz angelegt, der Parkplatz und der Gehweg ein Stück verlegt, einige Platanen werden gefällt und Linden angepflanzt. Zum nächsten Schützenfest soll alles so weit fertig sein, dass in Ruhe gefeiert werden kann.
Der Dorfplatz in Wessum wird umfangreich umgestaltet. Eine neue Schirmschoppe wird gebaut, ein neuer Dorfspielplatz angelegt, der Parkplatz und der Gehweg ein Stück verlegt, einige Platanen werden gefällt und Linden angepflanzt. Zum nächsten Schützenfest soll alles so weit fertig sein, dass in Ruhe gefeiert werden kann. © Stephan Rape © Stephan Rape

Als Ausgleich sollen parallel zum Kreuzweg Linden gepflanzt werden. Außerdem wird der Gehweg entlang der Martinistraße in Richtung Dorfplatz und auf die andere Seite des Parkplatzes verschoben. Dadurch werde der Grünzug insgesamt breiter und ökologisch wertvoller.

Größte Sorge war für Franz Benölken (CDU) in der jüngsten Ratssitzung, dass die Arbeiten mit dem Schützenfest des Bürgerschützenvereins Wessum zusammenfallen könnten. Das findet traditionell Anfang Juli statt. „In der Vorlage steht, dass die Arbeiten zum Ende des ersten Halbjahrs abgeschlossen sind“, sagte er. Das sei wirklich wichtig.

Arbeiten sollen pünktlich zum Schützenfest abgeschlossen sein

Thomas Hammwöhner (Technischer Beigeordnete) konnte ihn erst einmal beruhigen. „Wir wissen, um welches Datum es geht“, machte er deutlich. Das Schützenfest werde in jedem Fall uneingeschränkt stattfinden. Das sicherte er zu. „Auch wenn dann im Zweifelsfall das letzte Spielgerät vielleicht noch nicht steht“, ergänzte er. Nach dieser Zusicherung stimmte der Rat den Planungen einstimmig zu.

Für den Dorfspielplatz kalkuliert die Stadt Ausgaben von 280.000 Euro und Fördermittel von 182.000 Euro. Für den Dorfplatz samt Grünzug sind es 450.000 Euro, bei 250.000 Euro Fördermitteln. Die Mittel werden für das kommende Jahr eingeplant.

Wüllener Festplatz macht gerade bei Feuchtigkeit Probleme

Ein paar Kilometer weiter südlich liegt der Wüllener Festplatz. Auf Antrag der CDU-Fraktion sollte dort die Wegebefestigung saniert werden, weil gerade zu den großen Festen wie Karneval dort häufig eine Schlammlandschaft den Spaß trübt.

Der Parkplatz am Rand des Wessumer Dorfplatzes soll ein Stück verlegt werden. Dadurch wird weniger Fläche versiegelt als bisher.
Der Parkplatz am Rand des Wessumer Dorfplatzes soll ein Stück verlegt werden. Dadurch wird weniger Fläche versiegelt als bisher. © Stephan Rape © Stephan Rape

Bei mehreren Ortsterminen stellte sich jedoch heraus, dass die Sanierung deutlich umfangreicher geschehen muss: Geplant werden nun auch Rohrleitung für die Regenwasser-Ableitung, der komplette Rück- und Neubau der Wege, die Erweiterung der befestigten Veranstaltungsfläche durch Rasenfugenpflaster sowie weitere Ergänzungen der Ver- und Entsorgungsleitungen.

Auch dort ist ein großzügigerer Dorfspielplatz geplant. Aktuell sind dafür aber nur vorbereitende Arbeiten angedacht, weil der Spielplatz wohl erst 2023 gebaut wird.

Johannes Terhaar (CDU) begrüßte die Planungen ausdrücklich. „Wir wissen, dass es gut ist, weil bisher dort mit viel Stückwerk saniert wurde“, sagte er. Ausdrücklich warb er dafür, mit den Vereinen vor und während der Bauarbeiten in Kontakt zu bleiben.

Hermann-Josef Haveloh (WGW) lenkte die Aufmerksamkeit der Verwaltung auch auf einige Anwohner, die entlang einer Wegeverbindung liegen. Auch mit denen müsse die Verwaltung dringend sprechen. Sie hatten bei der Anlage des jetzigen Weges einen Teil ihrer Grundstücke abgetreten. Nun ist dort die Zuwegung zum Dorfspielplatz geplant.

Kontakt zu Anwohnern soll schnell hergestellt werden

Der Technische Beigeordnete Thomas Hammwöhner sah darin noch keine Dringlichkeit: „Wir nehmen den Kontakt noch auf“, erklärte er. Das sei aktuell aber zweitrangig.

Andreas Dönnebrink (SPD) mochte das so nicht stehen lassen. Die Anwohner würden sich Sorgen machen, was mit den Flächen geschehe. „Das Gespräch muss die Verwaltung schnell führen, bevor Gerüchte entstehen“, machte Andreas Dönnebrink deutlich. Das sicherte Thomas Hammwöhner schließlich zu.

Für die Arbeiten in Wüllen sind 360.000 Euro eingeplant. Auch diese Planungen brachte der Rat in seiner Sitzung einstimmig auf den Weg.

Laut Thomas Hammwöhner könnte es mit den Arbeiten in der zweiten Jahreshälfte 2022 etwas werden. „Auf jeden Fall nicht vor Karneval“, sagt er im Gespräch mit der Redaktion.

In Alstätte werden Planungen mit dem Heimatverein abgestimmt

Noch nicht ganz so weit fortgeschritten sind die Planungen für Alstätte, auch wenn es schon seit Ende 2009 ein Dorfentwicklungskonzept gibt. Das wurde 2017 durch ein Dorfinnenentwicklungskonzept aktualisiert.

Zusammen mit dem Heimatverein und einem Ingenieurbüro wurden erste Pläne gefasst: Die Fläche am Heimathaus soll zu einem Mehrgenerationenplatz umgestaltet werden. Der Baumbestand soll erhalten bleiben, das Unterholz jedoch weichen, um das Heimathaus deutlicher wahrnehmbar zu machen.

Der Heimatverein hat laut Technischem Beigeordneten zwar schon sehr, sehr gute Vorarbeit geleistet, allerdings soll ein externer Planer noch andere Varianten prüfen und auch die notwendige Kostenschätzung aufstellen.

Vorsorglich hat die Stadt einen Förderantrag bei der Bezirksregierung eingereicht: Zuwendungsfähig sind 250.000 Euro, der Fördersatz beträgt 65 Prozent. Auch diese Planung wurde im Rat einstimmig beschlossen.

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Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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