Unter Drogen in Panik mit dem Auto durch Ahaus gerast

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Ein 26-jähriger Legdener musste sich am Dienstag im Amtsgericht für eine Autofahrt unter Drogen verantworten. Der Mann war in Panik geraten, als hinter ihm ein Streifenwagen auftauchte.

Legden

, 28.08.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war der 12. Februar dieses Jahres, als sich ein 26 Jahre alter Legdener hinter das Steuer eines geliehenen Autos setzte – das hätte er besser nicht getan. Das Ende der Fahrt bescherte ihm am Dienstag einen Platz auf der Anklagebank im Ahauser Amtsgericht.

Gegen 1.30 Uhr nachts fuhr der Legdener mit dem Wagen durch Ahaus, trotz zuvor eingenommener Rauschmittel, wie ihm die Staatsanwältin in der Anklageschrift vorhielt. Der Legdener war gerade mit überhöhter Geschwindigkeit auf dem Hessenweg in Richtung Fuistingstraße unterwegs, als hinter ihm ein Fahrzeug der Polizei auftauchte.

Bei Rot über die Kreuzung

Der Legdener geriet in Panik und beschleunigte. Er fuhr bei Rot über die Kreuzung an der Bahnhofstraße und weiter über die Parallelstraße und die Schorlemerstraße zur Von-Braun-Straße. Dort endete die Fahrt in einem Feld. Zuvor durchbrach der 26-Jährige mit dem Wagen noch einen Zaun.

Das von einem Verwandten geliehene Auto war danach ein Totalschaden, am Zaun entstand ein Schaden von gut 2500 Euro. Der Legdener war nach dem Unfall auf die Polizisten, die ihn mit dem Streifenwagen verfolgt hatten, zugegangen. In einer dem Legdener um 2.05 Uhr entnommenen Blutprobe wiesen die Ärzte Cannabis-Konsum nach.

„Einen Joint geraucht“

„Es stimmt, was mir vorgeworfen wird“, sagte der 26-Jährige zum Vortrag der Staatsanwältin. „Ich habe kurz vorher einen Joint geraucht.“ Seit zwei Monaten nehme er aber freiwillig an einem Drogen-Screening teil. Die Ergebnisse: negativ.

Aus den Eintragungen im Bundeszentralregister ging hervor, dass der Legdener vor Gericht kein unbeschriebenes Blatt ist. Mehrfach verbüßte er Jugendarreste wegen notorischen Schwarzfahrens und steht aktuell unter der Aufsicht einer Bewährungshelferin.

Geldstrafe und Führerscheinentzug

Die Staatsanwältin forderte in ihrem Plädoyer eine Geldstrafe in Höhe von 90 Tagessätzen zu je 10 Euro wegen fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung. Zudem plädierte sie, dass der Legdener den Führerschein frühestens nach einer Sperrfrist von zehn Monaten wieder erlangen kann. Der Verteidiger bat darum, die Sperrfrist für seinen Mandanten auf vier Monate zu verkürzen.

Der Richter folgte weitgehend dem Antrag der Staatsanwältin. Die Geldstrafe für den Legdener beläuft sich auf insgesamt 900 Euro, die Sperrfrist für den Führerschein setzte der Richter auf neun Monate fest.

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