Einblicke in den Corona-Alltag: Tierische Freude(n) mit Schmuggelware

Coronavirus

Stück für Stück werden die Corona-Regeln gelockert. Das vergrößert die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Und dabei sind es die kleinen Dinge, die mit Schmuggelware Freude bereiten.

Ahaus

, 11.05.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Es sind die kleinen Dinge, die Freude machen.

Es sind die kleinen Dinge, die Freude machen. © Till Goerke

Es gibt Dinge, da wundert man sich im Nachgang schon, wie sie einen im Vorfeld nur so begeistern konnten. Nämlich genau dann, wenn die Realität deutlich nüchterner als die Vorstellung war. Und es gibt Dinge, über die man im Nachgang einfach nur mit einer gewissen Genugtuung schmunzeln kann. Kennen Sie das auch?

Dass Letzteres in meinem Fall mal eine Sache sein würde, die man im ersten Moment eher einem kleinen Kind zuordnen würde, hat mich dann aber doch überrascht. Eine kleinen Moment zumindest. Doch die Corona-Krise hat so einiges verändert. Auch was die eigene Definition von Glück betrifft.

Das Warten hat endlich eine Ende

Denn am Wochenende war es nach langen Wochen des Wartens wieder soweit: Ein Besuch in einem meiner Lieblingstierparks war wieder möglich. Gelockerte Corona-Regeln machten es möglich. Das Wetter? Perfekt. Sonne, leichter Wind, 22 Grad. Ich bin fast geneigt zu sagen: Besser ging es nicht.

Also schwupps ins Auto, hingefahren und durch den Eingang in der Tasche meiner Frau eine ordentliche Portion Salat mit hineingeschmuggelt. Das Schild mit der Aufschrift „Auf das Mitbringen von Futter ist zu verzichten“ habe ich doch glatt übersehen. Viel zu groß war meine Vorfreude. Und ich war mich zugleich sicher, dass meine „Aufmerksamkeit“ gut ankommen würde.

Die kleinen Nager freuen sich über die Schmuggelware

Ziel: Das Meerschweinchen-Gehege. Und natürlich waren die kleinen süßen Nagetiere dankbare Abnehmer meiner Schmuggelware. Laut meiner Frau kniete ich vor dem Gehege wie ein kleines Kind, das sich grad einfach nichts schöneres vorstellen kann.

Klar. Warum auch nicht? Wochenlang war wegen der Corona-Pandemie fast nichts anderes möglich als Spaziergänge und Radtouren. Da ist doch das Füttern von Meerschweinchen ein wahres Highlight.

Und als sich dann auch noch wirklich zwei, drei Kinder zu mir gesellten und voller Begeisterung die kleinen Vierbeiner bei ihrer Futterei beobachteten, da war wir mir klar: Es sind wirklich die ganz einfachen Dinge, die für Freude sorgen können. Nicht nur bei mir. Das hat die Corona-Krise offenkundig viele von uns gelehrt. Schmuggelware hin oder her.

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