Entscheidung nicht auf die lange Bank schieben

hzKommentar

Zwei Ahauser wollen zwei neue Windkraftanlagen bauen. Um das zu erreichen, gingen sie sogar vor das Oberverwaltungsgericht NRW. Dazu ein Kommentar.

Ahaus

, 05.11.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wer sich zwischen Ahaus und Graes unterhalb des Ahaus-Enscheder Damms auf die Suche nach der „Potenzialfläche B“ begibt, sieht Felder, soweit das Auge reicht. Nur der Hof der Familie Kappelhoff ist in der Nähe des möglichen Standorts zu sehen. Warum also nicht hier zwei weitere Anlagen errichten.

Wer den Klimawandel will, muss auch Windräder akzeptieren. Deshalb ist es richtig, sich als Stadt Ahaus und als Rat der Stadt mit dem Vorhaben der Mee Wind GbR zu befassen. Und, falls die Pläne stimmen, diesen auch schnell grünes Licht zu geben.

Erst die Aufstellung eines neuen Teilflächennutzungsplans abzuwarten, würde den Ausbau der Windenergie für lange Zeit behindern. Und dass die Stadt zu wenig Flächen der Windkraft zur Verfügung stellt, hat das Oberverwaltungsgericht ja in seinem Urteil festgestellt.

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Wie lukrativ das Geschäft mit der Windkraft ist, wie interessant die Fläche für mögliche Betreiber ist, zeigt, dass sich bereits kurz nach Urteilsverkündung die erste Planungsgesellschaft als Kaufinteressent bei Familie Kappelhoff meldete. Da macht es sicher mehr Sinn, mit lokalen Akteuren zusammenzuarbeiten. Wenn sich dann noch Bürger über die Energiegenossenschaft Ahaus-Heek-Legen beteiligen können, umso besser.

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