Erster Ahauser Ehrenamtspreis kommt dem Vogelschutz zugute

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Die Ehrenamtsgala am Donnerstag bot Austausch, Fest-Atmosphäre und boshaftes Vergnügen. Der Höhepunkt war die erste Verleihung des Ehrenamtspreises.

von Andreas Bäumer

Ahaus

, 13.09.2019, 18:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der erste Ahauser Ehrenamtspreis geht an den Vogelzucht- und -schutzverein Ahaus. Das wurde am Donnerstagabend bei der Ehrenamtsgala bekannt gegeben. Bis zu dieser Neuigkeit aber mussten sich die 600 Ehrenamtlichen gedulden.

Die Gala, die den Auftakt der Woche des ehrenamtlichen Engagements bildete, fand in der Stadthalle statt. Zunächst war ein Empfang im Foyer angesagt. Häppchen und Getränke wurden den Freiwilligen geboten. Viele genossen die Bewirtung und nutzten die Gelegenheit zum Plausch und Austausch. Sobald sich jedoch die Gelegenheit bot, strömten sie in die Halle.

33 Vereine hatten sich für Ehrenamtspreis beworben

Für den mit 1500 Euro dotierten Ehrenamtspreis hatten sich 33 Vereine, Verbände und Gruppen mit eigenen Projekten beworben. Nur ein Projekt konnte gewinnen und so fieberte mancher der Preisverleihung entgegen.

Doch sie mussten Geduld haben. Bürgermeisterin Karola Voß bedankte sich in einer kurzen Rede bei den Ehrenamtlichen und sagte: „Die Welt lebt von Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht.“ Ihre Mitarbeiterin und Moderatorin des Abends Doris Zevenbergen freute sich über die mehr als tausend Anmeldungen für die Fahrten der Ehrenamtswoche, die die Ehrenamtler unter anderem zur Meyer-Werft, nach Amsterdam und ins Fantasialand bringen.

Sie und Ingmar Wenzel, der Ahauser Filialleiter des Sponsors Sparkasse Westmünsterland, machten die Verleihung des Preises spannend. Die Projekte wurden im Vorhinein nach den drei Fragen beurteilt: „Ist das Projekt wichtig für den Verein?“, „Wie ist die gesellschaftliche Wirkung?“ und „Fördert der Preis ein Projekt zur Gänze?“

Trost für Verlierer von der Sparkasse

Das Gewinnerprojekt ist das Projekt für 2020 des Vogelzucht- und -schutzvereins „Nisthilfen und Bruthöhlen zum Schutz und Erhalt einheimischer Vögel“. Der Verein will mit dem Preisgeld Naturholz-Kästen kaufen und diese in den Ahauser Parks und Wäldern anbringen.

In der letzten Zeit seien aufgrund der Trockenheit und im Zuge von Bauarbeiten viele Bäume gefällt worden und viele Nistmöglichkeiten für Vögel verloren gegangen. Der Verein will neue schaffen. Der Vorsitzende Franz-Günther Ziesel wies außerdem darauf hin, dass sein Verein auch Bürgern für ihre Gärten Nisthilfen und die nötige Expertise zum Anbringen zur Verfügung stellen will.

Einen möglichen Trost für die Projekte, die nicht gewannen, gaben Zevenbergen und Wenzel auch weiter. Der Filialleiter der Sparkasse habe ja auch die Bewertungen der übrigen Projekte gesehen und würde dies bei weiterer Sponsorentätigkeit mitberücksichtigen.

Die Zeit für den entspannten Teil des Abends war gekommen. Stand-Up-Comedian Ludger K. verleitete sein „Zwangspublikum“, wie er es nannte, mit dem Programm „Böst of – Ein Lästermaul fasst zu(sammen)“ zum Lachen, Nachdenken und auch zum Mitsingen. Er führte in die Zeit der tonnenschweren Farbfernseher, zu Dieter Thomas Heck und Jürgen Marcus mit dessen Song „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben.“

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