Feuerwehrleute geben alles: 300 Sekunden bis zum „Wasser marsch“

hzMit Video: Leistungsnachweis der Feuerwehren

Über 700 Feuerwehrleute haben sich am Sonntag in Alstätte im sportlichen Wettkampf gemessen: Beim Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken ging es zur Sache.

Ahaus

, 01.09.2019, 16:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Alles top. Wir sind die Besten!“ Dirk Albers vom Löschzug Ammeloe ließ am Sonntagmorgen keine Widerrede gelten. Doch sicher war das zu dem Zeitpunkt, um 10 Uhr, noch längst nicht. Schließlich musste der Großteil der Gruppen noch zum Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken antreten.

Einmal im Jahr messen sich die Feuerwehrleute im sportlichen Wettkampf. Ausrichter diesmal: der Löschzug Alstätte. Zuletzt hatten die Alstätter den Leistungsnachweis vor 18 Jahren ausgerichtet. Dass sie für 2019 ausgewählt wurden, dürfte auch eine kleine Ehre mit Blick auf 2020 sein. Dann feiert der Löschzug Alstätte sein 100-jähriges Bestehen.

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Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken

Über 700 Feuerwehrleute aus den Feuerwehren im Kreis Borken maßen in Alstätte ihre Kräfte und ihr Wissen beim jährlichen Leistungsnachweis. Vier Stationen galt es zu bewältigen: Knotenkunde, Erste Hilfe, einen schriftlichen Teil sowie einen Löschangriff.
01.09.2019
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Impressionen vom Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken.© Christian Bödding
Impressionen vom Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken.© Christian Bödding
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Impressionen vom Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken.© Christian Bödding
Impressionen vom Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken.© Christian Bödding
Impressionen vom Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken.© Christian Bödding
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Impressionen vom Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken.© Christian Bödding
Impressionen vom Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken.© Christian Bödding
Impressionen vom Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken.© Christian Bödding
Impressionen vom Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken.© Christian Bödding
Impressionen vom Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken.© Christian Bödding

Pressewart Alfons ter Huurne berichtete am Sonntagvormittag von wochenlangen Vorbereitungen. Schließlich handelt es sich beim Leistungsnachweis um eine Großveranstaltung mit gut 900 Feuerwehrleuten – „jeder Löschzug bringt ja seine Fans mit“ – und etwa 300 weiteren Zuschauern.

Vier Stationen

Um kurz nach acht Uhr am Sonntag ging der Wettkampf auf einer Wiese am Bocholder Esch los. Es galt, vier Stationen zu bewältigen: Knotenkunde, einen schriftlichen Teil, Erste Hilfe sowie einen Löschangriff.

Löschzugführer Michael Schnell vom Löschzug Ottenstein trat zusammen mit neun Kameraden als Gruppe „Ahaus/Ottenstein 1“ an – eine von drei Ottensteiner Gruppen. Insgesamt gingen aus dem gesamten Kreisgebiet 75 Gruppen mit jeweils zehn Feuerwehrleuten an den Start.

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Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken

Über 700 Feuerwehrleute aus den Feuerwehren im Kreis Borken maßen in Alstätte ihre Kräfte und ihr Wissen beim jährlichen Leistungsnachweis. Vier Stationen galt es zu bewältigen: Knotenkunde, Erste Hilfe, einen schriftlichen Teil sowie einen Löschangriff.
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Impressionen von Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken.© Christian Bödding
Impressionen von Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken.© Christian Bödding
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Impressionen von Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken.© Christian Bödding
Impressionen von Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken.© Christian Bödding
Impressionen von Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken.© Christian Bödding
Impressionen von Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken.© Christian Bödding
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Impressionen von Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken.© Christian Bödding
Impressionen von Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken.© Christian Bödding
Impressionen von Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken.© Christian Bödding
Impressionen von Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken.© Christian Bödding
Impressionen von Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken.© Christian Bödding

„Wer kann nicht knoten?“ Diese Frage eines Prüfers war wohl eher rhetorischer Natur. Ob Zimmermannsstich, Rettungsknoten oder doppelter Ankerstich, die Ottensteiner bewältigten die erste Aufgabe souverän. Michael Schnells Fazit nach der ersten Station: „Das haben wir gut hingekriegt.“

Zur zweiten Station nahmen die Ottensteiner auf Bierzeltgarnituren Platz. Im schriftlichen Teil des Leistungsnachweises mussten zum Beispiel Fragen zum ABC-Schutz, aber auch gesellschaftspolitische Fragen beantwortet werden. „Zum Beispiel, welches Bundesland das größte ist“, erklärte Kreisbrandmeister Johannes Thesing, der sich gemeinsam mit seinem Nachfolger Stefan van Bömmel (er ist ab 1. Oktober neuer Kreisbrandmeister) von der Leistungsfähigkeit und dem Wissen der Feuerwehren im Kreis Borken überzeugte.

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Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken

„Ihr lacht ja noch!“, bekamen die Ottensteiner an der dritten Station zur Begrüßung zu hören. Die gute Laune blieb der ständige Begleiter der Gruppe, auch bei der Ersten Hilfe. Folgende Aufgaben waren zu meistern: das Anlegen eines Druckverbandes, eine Person in die stabile Seitenlage zu bringen und eine Reanimation. „Null Fehler. Vorbildlich“, gab eine Prüferin den Ottensteinern mit auf den Weg zur vierten und letzten Station: dem Löschangriff.

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Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken

Über 700 Feuerwehrleute aus den Feuerwehren im Kreis Borken maßen in Alstätte ihre Kräfte und ihr Wissen beim jährlichen Leistungsnachweis. Vier Stationen galt es zu bewältigen: Knotenkunde, Erste Hilfe, einen schriftlichen Teil sowie einen Löschangriff.
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Impressionen vom Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Borken.© Christian Bödding
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Unter den Augen von Mitgliedern der Ottensteiner Alters- und Ehrenabteilung mussten zwei Wasser- und eine Löschschaumversorgung über eine Länge von mehr als 80 Metern aufgebaut werden. 300 Sekunden Zeit gaben die Prüfer allen Gruppen für den Löschangriff vor, die Ottensteiner schafften es in 217 Sekunden. Allerdings hatte Michael Schnell – der zum 26. Mal an einem Leistungsnachweis teilnahm – ein paar Flüchtigkeitsfehler gesehen. „In der Aufregung kann das passieren, vor allem den Kameraden, die zum ersten Mal dabei sind.“

Die Ergebnisse der einzelnen Gruppen waren auf einer großen Tafel abzulesen. „Es gibt aber keinen Ersten oder Zweiten“, erläuterte Johannes Thesing. Allerdings könne jede Gruppe sehen, wo Fehler gemacht worden seien und wie schnell der Löschangriff vonstatten gegangen sei.

„In Krisen Köpfe kennen“

Natürlich spiele der Wettbewerbsgedanke, das Messen mit den anderen Wehren, eine große Rolle, sagte Thesing. „Die Gruppen wollen ja mit vielen Punkten und guten Zeiten dastehen.“ Sollte eine Gruppe zum Beispiel die 300-Sekunden-Zeitspanne überschreiten, „dann kann man sich ja vorstellen, was hier los ist.“ Gleichwohl gehe es beim Leistungsnachweis auch um Kameradschaftspflege. „Das ist wichtig fürs Gesamtgefüge“, erklärte der Kreisbrandmeister.

Mit einer eingeschworenen Mannschaft ließen sich auch größere Einsatzlagen besser beherrschen. Johannes Thesing: „In Krisen Köpfe kennen“, dieser Spruch hat wirklich Bedeutung.“

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