Filmpräsentation: Hexenprozess gegen Hille Blomers

Film

Das vor dem Rathaus gezeigte Theaterstück über den Hexenprozess gegen Hille Blomers wird in der Stadthalle als Film präsentiert. Das Werk beleuchtet ein dunkles Kapitel Ahauser Geschichte.

Ahaus

, 03.03.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Aus dem Schauspiel: Vor Gericht muss sich die „Hexe“ Hille Blomers (Maria Dersen) verantworten. Monika Hemling (l.) als Schöffe und Ulrich Früchting als Richter befragen sie streng.

Aus dem Schauspiel: Vor Gericht muss sich die „Hexe“ Hille Blomers (Maria Dersen) verantworten. Monika Hemling (l.) als Schöffe und Ulrich Früchting als Richter befragen sie streng. © Meisel-Kemper

Anfang September 2019 beleuchtete ein Schauspiel auf dem Platz vor dem Rathaus das Schicksal von Hille Blomers. Nur drei Proben brauchten die Schauspieler, um dieses Drama einzustudieren. Das Theaterstück von Hermann Volmer behandelt ein trauriges Kapitel Regionalgeschichte aus dem 17. Jahrhundert. Gegen die Ahauswer Witwe Hille Blomers wurde 1608 ein typischer Hexenprozess geführt. Sie starb später im Gefängnis, möglicherweise an den Folgen der Folterungen.

Karten im Vorverkauf

Das im Herbst vor dem Rathaus aufgeführte Theaterstück „Hille Blomers – ein Frauenschicksal aus dem 17. Jahrhundert“ kann nun als Film angeschaut werden. Gezeigt wird das Werk am Sonntag, 29. März, um 15 Uhr in der Stadthalle, Wüllener Straße 18. Karten zum Preis von drei Euro gibt es bei „Thiemanns Basteln und Spielen“, Markt 3.

Hintergrund: Am 15. Juni 1608 denunzierte Henrich Obertz seine Nachbarin Hille Blomers. Die Hebamme übe seit mehreren Jahren Zauberei aus. Er sei von ihr derart verhext worden, dass ihm Fingernägel geborsten und die Haare ausgefallen seien. Nachbarn berichten von weiteren Zaubereien. Krankheit, Tod oder Viehsterben. Die Witwe wird am 16. Juni „eingeholt“ und am 17. Juli zuerst „gütlich“ befragt. Blomers streitet die Anschuldigungen ab.

Im September 1608 folgen zwei „peinliche Befragungen“. Unter Folter gesteht die Frau, die Zauberei 22 Jahre zuvor gelernt und mit dem Teufel gebuhlt zu haben. Blomers wiederholt „freiwillig“ ihr Geständnis vor den Ahauser Richtern. Am 11. Februar 1609 stirbt Hille Blomers im Ahauser Gefängnis. Die Prozessakte wird geschlossen.

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