„Fridays for Future“ hofft auch in Ahaus auf Trendwende nach Trump

hzKlima-Hoffnung

Der neue US-Präsident Joe Biden will mehr für den Klimaschutz tun. Ina Elpers von „Fridays for Future“ in Ahaus übt deutliche Kritik an seinem Vorgänger und hofft auf neue Impulse.

Ahaus

, 19.11.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Ergebnis der Präsidentschaftswahl in den USA hat in vielen Bereichen der Gesellschaft für Erleichterung und neue Hoffnung gesorgt. Der künftige Präsident Joe Biden hat unter anderem auch angekündigt, deutlich mehr für den Klimaschutz zu tun als der amtierende Präsident Donald Trump. Das freut Ina Elpers, Initiatorin der Klimabewegung „Fridays for Future“ in Ahaus.

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„Es gibt auf jeden Fall Erleichterung und neue Hoffnung. Der neue US-Präsident leugnet nicht den Klimawandel, wie es sein Vorgänger getan hat. Wir hoffen, dass wirklich etwas in den USA passiert. Das hat weltweit einen großen Einfluss“, meint die 16-Jährige zu den aktuellen Entwicklungen.

Deutliche Kritik an Trumps Klimapolitik

An Trumps politischem Handeln übt Ina Elpers deutliche Kritik: „Nachdem er aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen ist, konnte er tun, was er wollte. Er hat die USA von allen klimafreundlichen Dingen abgekapselt.“

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Die Klimaaktivistin hofft, dass der neue Präsident das einlöst, was er im Wahlkampf versprochen hat. „Er will viele Milliarden Dollar für den Ausstieg aus Kohle, Gas und Öl ausgeben. Hoffentlich wird das Geld wirklich sinnvoll eingesetzt und in regenerative Energien gesteckt“, wünscht sich die Schülerin, dass die Ankündigungen keine leeren Versprechen bleiben.

Forderung nach schnellem Kohleausstieg

„Dann gibt es neue Chancen für die USA, aber auch für uns“, erwartet sie einen positiven Schub für das globale Problem und eine Trendwende.

Doch nicht nur in den USA gibt es aus Sicht von Ina Elpers beim Kampf für ein besseres Klima weiter einiges zu tun. „Wir sollten zusehen, dass wir bald den Kohleausstieg schaffen und regenerative Energien massiv fördern. Zur Zeit sind wir noch viel zu sehr von der Kohle abhängig“, fordert die junge Ahauserin.

Noch kann man etwas gegen den Klimawandel tun

Wenn jetzt nichts Entscheidendes getan werde, könne der Klimawandel sich so negativ entwickeln, dass man diese Entwicklung später nicht mehr aufhalten kann. „Wir müssen jetzt handeln. Der Klimawandel wird sich ansonsten massiv verstärken“, warnt Ina Elpers. Dabei gebe auch die Bundesregierung aktuell kein gutes Bild ab.

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Große Demonstrationen, wie sie „Fridays for Future“ in Ahaus zuletzt im September veranstaltet hat, sind in Corona-Zeiten wenig praktikabel. „Wir versuchen, weiter aktiv zu bleiben und neue Ideen zu bekommen“, berichtet sie vom aktuellen Alltag in der Ortsgruppe.

Über Zoom bleiben die Mitglieder im Kontakt und planen derzeit ein paar Internetkampagnen, um sich auch in Ahaus weiter für den Klimaschutz einzusetzen.

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