Entscheidung über Volksbank-Neubau in der Fußgängerzone steht weiter aus

hzVolksbank Gronau-Ahaus

Die Pläne für die Entwicklung der Volksbankfläche in der Ahauser Fußgängerzone sind ins Stocken geraten. Nicht nur die angrenzende Tiefgaragenzufahrt spielt dabei eine Rolle.

Ahaus

, 09.07.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Offiziell weiter ungeklärt ist die Zukunft der Volksbankfläche in der Ahauser Fußgängerzone. Die Volksbank Gronau-Ahaus hatte sich vor einigen Monaten vom Projektentwickler getrennt. In unregelmäßigen Abständen wird – mal mehr, mal weniger öffentlich – über Pläne gesprochen, die Tiefgaragenzufahrt am Domhof zuzuschütten und die zugeschüttete Fläche an die Fußgängerzone anzubinden. Das dazugewonnene Areal könnte zum Teil dann von der Volksbank Gronau-Ahaus für ihr Bauvorhaben genutzt werden.

Keine Auskunft zu bekommen

Inwieweit bei diesen Überlegungen auch ein Teil des Areals von „Haverkamp Moden“ an der Bahnhofstraße 2 eine Rolle spielt, dazu halten sich die Beteiligten überaus bedeckt. Haverkamp Moden grenzt an die Tiefgaragenzufahrt. Vom Unternehmen selbst ist trotz mehrmaliger Anfragen seit Wochen offiziell keine Auskunft zu bekommen.

Von der Volksbank heißt es: „Sobald wir Planungen haben, die über erste Gedankenspiele hinausgehen, werden wir uns mit der Verwaltung und dem Rat der Stadt Ahaus über das weitere Vorgehen abstimmen.“ Das erklärte Frank Overkamp, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Gronau-Ahaus, auf Anfrage in einer E-Mail an unsere Redaktion.

Die Volksbank plante, auf der Fläche in der Innenstadt ein Wohn- und Geschäftshaus zu errichten. Vor über drei Jahren wurden Pläne vorgestellt, auf rund 3000 Quadratmetern Verkaufsfläche beispielsweise ein Modegeschäft und eine Drogerie anzusiedeln.

Doch die Nachfrage war für die Volksbank Gronau-Ahaus nicht so wie erhofft. Es sei schwierig, geeignete Mieter zu finden, hieß es. Das Geldinstitut entband den bisherigen Planer von seinen Aufgaben, die Trennung sei in beiderseitigem Einvernehmen erfolgt, erklärte Frank Overkamp im Februar dieses Jahres.

„Der Sachstand hat sich nicht verändert“, erklärt Frank Overkamp aktuell. „Durch unsere zwei Bauvorhaben an der Parallelstraße in Ahaus und an der Hamalandstraße in Wessum, die planmäßig voran schreiten, sind unsere internen personellen Kapazitäten stark belastet, so dass wir zunächst diese sehr wichtigen Projekte für uns aber sicherlich auch für die Stadt Ahaus abschließen wollen.“

An der Parallelstraße investiert die Volksbank einen knapp zweistelligen Millionenbetrag in den Neubau eines Beratungszentrums mit 3400 Quadratmeter Nutzfläche und Platz für 45 Mitarbeiter. Der Neubau soll Ende 2020 fertig sein, hießt es beim ersten Spatenstich im Februar 2019.

Volksbank investiert Millionen

Etwa drei Millionen Euro investiert die Volksbank an der Hamalandstraße. Im zweistöckigen Gebäude entstehen im Sommer kommenden Jahres neben neuen Räumlichkeiten für das Geldinstitut auch weitere für eine Zahnarztpraxis sowie fünf Wohnungen. Baubeginn war im Februar dieses Jahres.

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Welche Pläne die Volksbank mit dem Areal in der Ahauser Fußgängerzone hat, dazu äußert sich Frank Overkamp derzeit nur allgemein. In seiner Stellungnahme heißt es: „Im Laufe dieses Jahres werden wir dann unser Augenmerk stärker auf die Weiterentwicklung unseres Standortes in der Innenstadt von Ahaus legen. Zu sehr konkreten Fragen zum Projekt können wir daher keine Details nennen, da noch keine Planungen unsererseits vorliegen.“

Marode Tiefgarage

Die 210 Meter lange Tiefgarage Königstraße ist 40 Jahre alt und nicht gerade in allerbestem Zustand. Das Büro Weitkamp + Partner aus Ahaus hatte Anfang des Jahres verschiedene Szenarien zur Sanierung vorgestellt. Die Bandbreite der Kosten liegt zwischen 465.000 und 1,24 Millionen Euro.

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