Geldbotenraub in Gronau: Anklage gegen Verdächtige erhoben

hzCoup bei K+K

Als Geldboten getarnt, holten im Dezemmber 2017 Kriminelle die Tageseinnahmen der K+K-Kette in der Gronauer Zentrale ab. Die Staatsanwaltschaft Essen hat jetzt sieben Verdächtige angeklagt.

von Von Klaus Wiedau

Ahaus

, 21.06.2019, 11:42 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Anklageerhebung gegen „sechs männliche Tatbeteiligte“ und eine Frau – die aber nur am Rande an den Taten beteiligt gewesen sein soll –, bestätigte am Montag die Pressesprecherin der Essener Staatsanwaltschaft, Oberstaatsanwältin Annette Milk, gegenüber der Redaktion. „Bandennmäßiger, gewerbsmäßiger und schwerer Betrug“ wird den Verdächtigen vorgeworfen.

Coup bei K+K in Gronau

Der Coup bei K+K war laut Focus Online „das Meisterstück“ der Bande, die als „AMG-Gang“ bezeichnet wird, weil die drei führenden Mitglieder von ihrer Beute über Strohmänner jeweils einen Mercedes AMG 63 mit den selben Ziffern im Kennzeichen (93 für ihr Geburtsjahr) erworben haben sollen.

Auf das Konto der Gang gehen zahlreiche Überfälle, Geldautomaten-Plünderungen und andere dreiste Verbrechen – alles nur große Sachen, die sie mit Insidern, deren Wissen und deren Unterstützung geplant und ausgeführt haben sollen. Binnen zwei Jahren sollen sie 2,5 Millionen Euro Beute gemacht haben.

Hinweise aus der Schweiz

Ermittler kamen der Gang nach Hinweisen der Schweizer Polizei auf die Spur. Im Dezember wurden die sieben Mitglieder der Bande, die Verbindungen zu libanesischen Clans haben soll, verhaftet.

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