Ghanakreis: Reisestrapazen halten die Ehrenamtlichen nicht von ihrem Engagement ab

hzAfrika-Reise

Aktivisten des Ghanakreises St. Georg bereiten sich auf eine Reise nach Bulenga-Chaggu vor. Höhepunkt der Reise wird das Jubiläum der Ottensteiner Partnergemeinde.

Ahaus

, 10.11.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Neunhundert Kilometer in einem schlecht gefederten Kleinbus über Buckelpisten, Stechmückenschwärme und unerträgliche Hitze erwarten Marianne Jessing, Mechthild Gerwing und Ida und Werner Nabbefeld auf ihrer Ghanareise.

Wenn die vier am 11. November in den Flieger nach Accra einsteigen, sind sie sich bewusst, dass dies keine Urlaubsreise wird. Trotzdem freuen sie sich auf Ghana, weil sie dort alte Bekannte wiedersehen und neue Freunde treffen werden. Und ganz wichtig: Sie können die neuen Projekte, die der Ottensteiner Ghanakreis St. Georg angestoßen hat, endlich mit eigenen Augen sehen.

Neuer Gemeindepriester

„Father John K‘pan, neuer Gemeindepriester von Bulenga-Chaggu, hat angerufen und darum gebeten, dass wir ihm unbedingt ein Foto von uns schicken sollen“, sagt Marianne Jessing, der ein persönlicher Austausch mit dem neuen Geistlichen sehr wichtig ist.

„Man muss sich erst kennenlernen und schauen, wie man zusammenarbeitet. Father John Bosco Eledi, der frühere Gemeindepriester, ist ins Bischofsbüro versetzt worden. Er ist dort für die Entwicklungshilfe zuständig“, fügt sie hinzu.

Zwölf Mal in Ghana

Für Marianne Jessing ist es die zwölfte Reise nach Ghana, und diesmal wird es ganz besondere Momente für die Gesandte des Ghanakreises geben. Denn die Pfarrei St. Augustine feiert am 17. November ihr 25-jähriges Bestehen und kommt damit dem Ghanakreis um ein Jahr zuvor.

„Father John hat uns eine Einladung geschickt, was für uns eine tolle Überraschung war“, so Jessing. Die Nabbefelds freuen sich ebenfalls auf Ghana. Vier Mal waren sie schon dort, um sich selbst ein Bild von der Arbeit des Ghanakreises zu machen.

Impfungen und Prophylaxe

So auch 2015: „Der Häuptling begrüßte uns mit einem Schmunzeln und sagte, dass die ‚old ladies‘ wieder da sind“, erinnert sich Ida Nabbefeld. Auch diesmal sind Besuche bei den Häuptlingen im Gebiet von Bulenga obligatorisch.

Dafür nehmen die vier Aktivisten im Vorfeld auch Unannehmlichkeiten wie Impfungen und Malariaprophylaxe auf sich. „Allein die medikamentöse Umstellung, das ist schon eine Herausforderung“, weiß Werner Nabbefeld.

Erste Reise nach Ghana

Mechthild Gerwing freut sich trotzdem auf ihren allerersten Aufenthalt in der Ottensteiner Partner-Pfarrgemeinde im Norden Ghanas. Sie ist schon seit Jahren im Ghanakreis involviert und die Gelegenheit, selbst Ghana und seine Kultur zu erleben, wollte sie sich nicht entgehen lassen.

Doch warum tut sie sich die Strapazen einer Reise in die Dritte Welt an? „Erst mal, weil ich jetzt in Altersteilzeit bin und nun die Zeit dafür habe“, sagt die Ottensteinerin.

Unterstützung und Nachhaltigkeit

Doch nicht nur die Kontaktpflege ist dem Ghanakreis ein Anliegen. Finanzielle Unterstützung bei nötigen Reparaturen an Gebäuden und Einrichtungen wie den 57 Brunnen, die der Verein finanziert hat, stehen auch auf der Merkliste. „Nachhaltigkeit ist ein Aspekt, der da ganz wichtig ist“, weiß Ida Nabbefeld. Am 29. November kehren die Aktivisten aus Ghana zurück, mit zahlreichen neuen Eindrücken, Ideen und Aufgaben im Gepäck.

Interessierte willkommen

Die Reise selbst, das ist den Teilnehmern wichtig, wird von niemandem gesponsert. Jeder bezahlt selbst für die entstehenden Kosten, sodass die Spenden komplett den Menschen in Bulenga-Chaggu zugutekommen.

Interessierte, die sich beim Ghanakreis engagieren möchten, sind jederzeit willkommen und können sich auf der Webseite des Ghanakreises St. Georg informieren.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt