Guten Morgen: Eine unnötige Silvester-Tradition

Kolumne

In unserer Kolumne „Guten Morgen“ wünschen wir mit unterhaltsamen und nachdenklichen Geschichten aus dem Alltag einen guten Start in den Tag. Heute geht es um die unnötige Böllerei.

04.01.2021, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Feuerwerk und Böller: Ein kurzer Spaß, der Tiere verängstigt und als Müll liegen bleibt.

Feuerwerk und Böller: Ein kurzer Spaß, der Tiere verängstigt und als Müll liegen bleibt. © picture alliance/dpa

Ich bin ein Weihnachtsfan, aber kein Silvesterfan. Ich finde nicht, dass ich mich am 1. Januar eines neuen Jahres anders fühle, es ändert sich ja nichts, außer das Datum. Es passiert auch nichts Spannendes, vor allem nicht bei diesem Jahreswechsel.

Gute Vorsätze? Fehlanzeige! Weil, ganz ehrlich, wenn ich etwas ändern wollen würde, könnte ich das ja jederzeit tun. Ich könnte am Silvesterabend außerdem getrost um 22 Uhr ins Bett gehen, das würde für mich keinen Unterschied machen, denn ich trinke und feiere, wenn mir danach ist, nicht wenn es die Gesellschaft so verlangt.

Viele Tiere leiden unter der Böllerei

Aber was mich richtig nervt ist die Böllerei. Nicht die paar bunten Raketen, sondern die vielen sehr lauten und stinkenden Böller. Gut, jetzt bin ich kein Silvesterfan und könnte darüber hinwegsehen, dass ich es für eine reine Umweltverschmutzung halte, es laut ist und stinkt.

Aber was mir so gar nicht in den Kram passt ist, dass es die Tiere wahnsinnig macht. Und zwar viele Tiere, Singvögel, denen das Herz vor Schrecken stehen bleibt, Haustiere und auch Nutztiere, die in ihren Ställen Panik schieben. Mein verängstigter Kater, der wie wild durch die Wohnung gerannt ist und nicht wusste woher der Lärm kommt, hätte sicher auch gerne darauf verzichtet.

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