Kolumne

Guten Morgen: Es war schon ein mulmiges Gefühl

In unserer Kolumne „Guten Morgen“ wünschen wir mit unterhaltsamen Geschichten einen guten Start in den Tag. Heute geht es um eine von der Freiheit überforderte Reporterin.
Ein ungewohntes Bild: die geöffnete Außengastronomie in den Niederlanden. © Laura Schulz-Gahmen

Ich war am Wochenende in den Niederlanden, beruflich. Als ich dort eintraf, war ich von den ungewohnten Eindrücken mehr als erledigt. Es war zu viel für mich. So lange schon halte ich mich an die Regeln, reduziere alle möglichen Kontakte und selbst einzukaufen empfinde ich schon als anstrengend.

Lieber Stück für Stück zur Normalität

Als ich mich in Winterswijk plötzlich umringt von vielen Menschen sah, war ich überfordert. Die Geschäfte hatten geöffnet, die Außengastronomie ebenso. Mir wurde ganz mulmig und ich musste mich erstmal setzen, in ein kleines restaurant, draußen.

Ich wartete bis mein Blutdruck wieder ein normales Level annahm. Ich trank mir eine Cola und aß einen Pfannkuchen. Zugegeben, das war eine ungewohnte und schöne Abwechslung, aber die vielen Menschen waren mir einfach zu laut. Ich bin so viel Nähe einfach nicht mehr gewöhnt. Freiheit, Normalität, das brauchen die Menschen, da bin ich mir sicher, aber vielleicht lieber Stück für Stück.

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