Guten Morgen: Nächtlicher Donnerhall im Schlafzimmer

Kolumne

In unserer Kolumne „Guten Morgen“ wünschen wir mit unterhaltsamen oder nachdenklichen Geschichten einen guten Start in den Tag. Heute geht es um eine Nacht, die viel zu früh zu Ende war.

Ahaus

, 12.10.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das nächste Weihnachtsgeschenk wird schallgedämpft.

Das nächste Weihnachtsgeschenk wird schallgedämpft. © picture alliance/dpa

„Ping, ping“, mitten in der Nacht wühlt sich ein Geräusch in meinen eigentlich betonfesten Schlaf. „Ping, Ping“, wieder dieses Geräusch – jetzt noch durchdringender. Einfach ignorieren, Augen zu, bis zum Wecker sind es noch mindestens zwei Stunden.

Das „Ping, Ping“ zerfetzt Traumbilder, hallt von der Schädeldecke wider, steigert sich zur Kakophonie. Die Welt besteht nur noch aus „Ping, Ping“. Ich werfe mich auf die andere Seite, öffne fast unter Schmerzen ein Auge. „PING, PING“.

Die Angebetete steht vor mir, ihre Gürtelschnalle klimpert leise. „Ist was?“, fragt sie erstaunt. Das nächste Weihnachtsgeschenk muss ich erst auf Frühdiensttauglichkeit überprüfen.

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