Guten Morgen: Wenn auch Eintopf unbedingt moderner klingen muss

Kolumne

In unserer Kolumne „Guten Morgen“ wünschen wir mit unterhaltsamen Geschichten einen guten Start in den Tag. Heute geht es um englische Begriffe, die auch Althergebrachtem einen modernen Anstrich geben sollen.

30.11.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eintopf – neuerdings wird er auch „One Pot“ genannt. Ob das schöner oder interessanter klingt, mag jeder für sich entscheiden.

Eintopf – neuerdings wird er auch „One Pot“ genannt. Ob das schöner oder interessanter klingt, mag jeder für sich entscheiden. © Manuela Rüther/dpa

Wie das Englische unseren alltäglichen Sprachgebrauch mit der Zeit mehr und mehr geprägt hat, ist schon erstaunlich. Man trifft sich zum Meeting statt zur Konferenz und nimmt dahin einen „Coffee to go“ mit.

Für ein Wort muss manchmal ein Satz als Erklärung her

Manches Wort ist mit dem technischen Fortschritt entstanden. Das ist ja verständlich. Wer aber zum Beispiel seiner betagten Mutter erklären will, was „Scrollen“ heißt, muss ausführlich werden: „Eine Darstellung, die auf dem Bildschirm nicht im Ganzen erfasst werden kann, in Ausschnitten nach und nach auf dem Bildschirm verschieben“, erklärt der Duden.

Schneller geht es bei meinem jüngst gehörten Lieblings-Modewort mit englischem Anstrich: „One Pot“. Eintopf klingt manchem wohl zu profan. Aber die wortwörtliche Übersetzung aus dem Englischen halte ich nun auch weder für kreativ noch für schöner.

Lesen Sie jetzt