Auch im Impfzentrum des Kreises Borken in Velen gibt es bis mindestens Mitte Juni keine Termine für Erstimpfungen mehr. © picture alliance/dpa
Keine Erstimpfungen

Impfzentrum Velen vergibt erst mal nur noch Termine für Zweitimpfungen

Das Land NRW erklärt, die Impfstoffe sind knapp. Alle derzeitigen Dosen werden bis mindestens Mitte Juni für Zweitimpfungen benötigt. Auch in Velen gibt es erstmal keine Erstimpfungen mehr.

Das Land NRW klagt über Impfstoffmangel. Die Kontingente sind ausgeschöpft, „die Lagerbestände seit April nahezu vollständig aufgelöst“, so Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Einen Puffer gibt es nicht. Daher werden in den Impfzentren in NRW derzeit keine Termine für Erstimpfungen mehr vergeben. Das gilt auch für das Impfzentrum des Kreises Borken in Velen.

Das Impfzentrum Kreis Borken in Velen weist darauf hin, dass zurzeit leider weiterhin keine Termine über die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) buchbar sind: „Die Impfzentren in Nordrhein-Westfalen erhalten vom Land bis mindestens Mitte Juni nur Impfstoff für die Zweitimpfungen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

49.000 Impfdosen für Zweitimpfungen

Aus diesem Grund können derzeit bis auf weiteres keine neuen Termine freigeschaltet werden. Angekündigt sind für die Zweitimpfungen im Impfzentrum rund 49.000 Impfdosen.

Ellen Bulten, Pressesprecherin beim Kreis Borken, antwortete auf die Frage der Redaktion, ob die Entscheidung vom Land für den Kreis überraschend kam: „Es wurde bereits in Aussicht gestellt, dass zunächst nur Zweitimpfungen im Juni möglich sein werden, wenn das Land nicht mehr Impfstoff vom Bund erhalten würde.“ Also nein, es scheint nicht überraschend gewesen zu sein.

Keine Aussage über Termine nach Wegfall der Impfpriorisierung

Rund 7.000 weitere Impfdosen für mobile Zweitimpfungen werden zudem erwartet, im Wesentlichen für die Zweitimpfungen des Personals von Kita, Grund- und Förderschulen. Entsprechend können derzeit auch noch keine weiteren Aussagen dazu getroffen werden, wann neue Ersttermine für welche Personengruppen über die Impfzentren bereitgestellt werden können oder wie eine Terminvergabe für die Impfzentren nach Wegfall der Priorisierungen gestaltet wird.

Fest steht aber nach Aussage von Ellen Bulten: „Das Impfzentrum Kreis Borken erhält sowohl Biontech, Moderna als auch Astrazeneca-Impfdosen, überwiegend ist es Biontech.“ Die Impfdosen werden für die Zweitimpfungen entsprechend der Erstimpfungen der Personen bestellt. Das heißt also: Wer bei der Erstimpfung Biontech erhalten hat, erhält es auch bei der Zweitimpfung. Unter 60-Jährige, die bei der Erstimpfung den Impfstoff von Astrazeneca hatten, können bekanntermaßen im Impfzentrum auswählen – entsprechend werden die Impfstoffe für die kommenden Tage bestellt.

Wie viele Kinder geimpft werden können steht noch nicht fest

Das „Impfzentrum Kreis Borken“ erreichen auch bereits die ersten Fragen, was eine Impfung von Kindern und Jugendlichen angeht: Diese Impfungen sollen dann nach entsprechendem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz zunächst durch die niedergelassenen Ärzte, insbesondere die Kinderärzte erfolgen. Allerdings ist zu beachten, dass zunächst wohl nur begrenzte Mengen an Impfstoff vorhanden sein werden.

Beim Kreis Borken nachgefragt, antwortet Ellen Bulten auf die Frage, wie viel eine begrenzte Menge denn sei: „Genaue Zahlen sind uns dazu nicht bekannt. Es ist allerdings so, dass natürlich nicht direkt alle Impfwünsche bedient werden können, weil der Impfstoff weiterhin begrenzt ist.“ Die Impfstoffverteilung läuft bei den Ärzten auch anders, denn der Bund verteilt zum einen an die Länder, darüber werden beispielsweise die Impfzentren versorgt, zum anderen an den pharmazeutischen Großhandel, darüber an die Apotheken, worüber die Ärzte ihren Impfstoff erhalten. „Da sind wir nicht involviert“, so Ellen Bulten.

Die Öffnungszeiten des Impfzentrums bleiben gleich (8-20 Uhr), weil die Zweitimpfungstermine über diesen Zeitraum vereinbart wurden und so bestehen bleiben. Das Personal wird entsprechend angepasst, je nach Terminlage an dem Tag.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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