Kann das Ahauser Krankenhaus niederländische Corona-Patienten aufnehmen?

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Das Nachbarland ist von Covid-19 sehr stark betroffen. Es gibt eine erste Anfrage, ob das Klinikum Westmünsterland im Bedarfsfall erneut niederländische Patienten aufnehmen könnte.

Ahaus

, 12.10.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die niederländische Regierung hat das Land NRW um Intensivbetten für niederländische Corona-Patienten gebeten. Gilt dies auch für die Krankenhäuser in Ahaus, Vreden und Stadtlohn?

„Es gibt eine erste Anfrage von Seiten der Uniklinik Münster als koordinierende Institution, ob das Klinikum Westmünsterland im Bedarfsfall niederländische Patienten erneut aufnehmen könnte“, teilte Dirk Terbahl auf Anfrage der Redaktion mit. Der Sprecher des Klinikums Westmünsterland – Träger der Krankenhäuser in Ahaus, Vreden, Stadtlohn, Borken, Rhede und Bocholt – sagte weiter, dass das Klinikum generell immer bereit sei, im Rahmen seiner Möglichkeiten und Kapazitäten zu helfen.

Zwei Covid-Patienten werden auf Ahauser Intensivstation behandelt

Terbahl schränkt aber ein: „Dabei müssen wir jedoch nicht nur das derzeitige regionale und lokale Infektionsgeschehen aufmerksam verfolgen, sondern auch die Auslastung unserer Intensivstation durch weitere Notfälle oder andere lebensbedrohliche Situationen unserer Patienten im Blick behalten.“ Eine Entscheidung zur Mitversorgung niederländischer Patientinnen und Patienten könne somit immer nur situationsbedingt und nicht pauschal getroffen werden.

„Für das St. Marien-Krankenhaus Ahaus gilt aber weiterhin, dass Hilfe nicht an der Grenze endet“, so Terbahl weiter. Aktuell werden im Ahauser St. Marien-Krankenhaus zwei Covid-19-Patienten stationär behandelt. Zu persönlichen Daten der Patienten äußert sich das Klinikum aus Gründen des Datenschutzes nicht.

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