Kistenweise Leergut als Fund unterschlagen

20.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Ahaus Zehn Kisten Leergut will ein 28-Jähriger aus Ahaus gemeinsam mit seiner Freundin und einem guten Bekannten zufällig in einem Gebüsch an der Karnevalshütte am Nachmittag des 13. Mai dieses Jahres in Wüllen entdeckt haben.

Der Gedanke, die Kisten zu "Geld zu machen", wurde von den beiden Männern gleich in die Tat umgesetzt. Sie luden sich jeder fünf Kisten aufs Fahrrad und fuhren in Richtung Ahaus, um den Fund an einer Tankstelle abzugeben und das Pfandgeld zu kassieren.

Einem Passanten kam die Transportaktion an einem Sonntagnachmittag äußerst verdächtig vor, und er informierte die Polizei. Das Amtsgericht verurteilte den 28-Jährigen jetzt wegen Fundunterschlagung zu einer Freiheitsstrafe von drei Monaten und einer Geldauflage von 300 Euro.

Letzte Chance

Der Strafrichter gab ihm eine allerletzte Chance. Er setzte die Strafe für zwei Jahre zur Bewährung aus und unterstellte den Angeklagten, der 15 Eintragungen im Strafregister vorzuweisen hatte, einem Bewährungshelfer.

Gegen den Mittäter wird gesondert ermittelt. Der in der Anklage erhobene Vorwurf des Diebstahls konnte in der Hauptverhandlung nicht aufrecht erhalten werden, da die Einlassung des Angeklagten, das Leergut gefunden zu haben, nicht zu widerlegen war. ek

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