Klare Kante: Kindischer Auftritt von Eisele eines Politikers unwürdig

Kommentar

Dietmar Eisele (Die Grünen) hat in der Ahauser Ratssitzung für Aufmerksamkeit gesorgt. Als es ihm zu bunt wurde, verließ er beleidigt und mit zugehaltenen Ohren den Saal. Ein Kommentar.

Ahaus

, 10.10.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dietmar Eisele (vorne) stürmte bei der Ratssitzung aus der Stadthalle und hielt sich dabei die Ohren zu, um die Ausführungen von Hans-Georg Althoff (hinten Mitte) nicht hören zu müssen.

Dietmar Eisele (vorne) stürmte bei der Ratssitzung aus der Stadthalle und hielt sich dabei die Ohren zu, um die Ausführungen von Hans-Georg Althoff (hinten Mitte) nicht hören zu müssen. © Grafik Schwarze-Blanke

Aufgewärmt schmeckt besser, sagt man in der Region über viele westfälische Gerichte. Für andere Bereiche gilt das aber nicht. Dass die Fraktion der Grünen einen Monat nach der Wahl noch einmal öffentlich gegen die Verwaltung nachkartet, ist ihr gutes Recht. Man darf sich dann aber nicht wundern, wenn sowohl Zuschauer als auch ein Großteil der Ratsmitglieder genervt die Augen verdrehen, oder die Gelegenheit nutzen, sich kurz die Beine zu vertreten.

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Immerhin sorgte Dietmar Eisele noch für etwas Unterhaltung. Sein – man kann es nicht anders nennen – kindischer Auftritt passte zum Gesamtbild, das die Grünen bei diesem Tagesordnungspunkt abgaben. Aber ernsthaft: Die Aktion war eines Politikers, der vor wenigen Wochen noch Bürgermeister dieser Stadt werden wollte, unwürdig. Der Kommentar von einem anderen Ratsmitglied in Richtung des Fraktionsvorsitzenden traf es ganz gut: „Ich dachte, er wäre erwachsener geworden.“

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