Konto war nicht gedeckt

Ahaus Obwohl er total pleite war, kaufte ein 23-Jähriger aus Ahaus im Juli dieses Jahres drei Fahrräder bei einem Ahauser Händler und unterschrieb in einem Stadtlohner Autohaus einen Kaufvertrag für den Erwerb eines Neuwagens.

06.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Den Vertrag unterschrieb er mit einem falschen Namen. Des Weiteren blieb er nach dem Tanken bei einer Tankstelle in Ahaus die Rechnung schuldig. Das Amtsgericht verurteilte den 23-jährigen bereits mehrfach vorbestraften Mann wegen Betrugs in zwei Fällen und eines versuchten Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von fünf Monaten und einer Arbeitsauflage von 150 Sozialstunden. Die Freiheitsstrafe setzte das Gericht für drei Jahre zur Bewährung aus und unterstellte den Angeklagten der Bewährungsaufsicht.

Hoher Schaden war bei den Betrügereien nicht entstanden, was aber nicht das Verdienst des Angeklagten war. Lediglich die unbezahlte Tankrechnung von circa 40 Euro ist bis heute noch offen.

Der Autohändler war beim PKW-Kauf misstrauisch geworden. Der Angeklagte konnte weder einen Personalausweis, noch einen Führerschein vorweisen.

Ungereimtheiten

Nachforschungen der angegebenen Personalien ergaben Ungereimtheiten, sodass der Geschäftsmann von der Autobestellung Abstand nahm. Der Fahrradhändler erhielt seine Räder zurück. Bezahlt hatte der Angeklagte jeweils mit einer EC-Karte, das dazugehörende Konto war allerdings nicht gedeckt.

Die Rechtfertigung des Angeklagten, dass er das nicht gewusst habe und eigentlich Geld aus einem Versicherungsschaden auf dem Konto gewesen sein müsste, nahmen dem 23-Jährigen Gericht und Staatsanwaltschaft nicht ab. ek

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