Kunstmarkt am Schloss mit neuen Regeln und neuen Werken

hzKunst am Schloss

Nicht nur die Maskenpflicht sorgte dafür, dass beim Kunstmarkt am Schloss einiges anders war als sonst. Wegen der Corona-Pandemie zeigten auch ganz neue und andere Künstler ihre Werke.

Ahaus

, 21.09.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Unter ganz neuen Bedingungen, welche die Corona-Auflagen diktiert hatten, konnte der traditionelle Kunstmarkt am Ahauser Schloss am Wochenende stattfinden. Maskenpflicht, begrenzte Besucherzahlen und weniger Stände, die auf Abstand platziert waren, ermöglichten es den zahlreichen Besuchern, Kreativität und Kunst zu begegnen.

Beim Kunstmarkt am Schloss galt die Maskenpflicht.

Beim Kunstmarkt am Schloss galt die Maskenpflicht. © Elvira Meisel-Kemper

Bei sonnigem Wetter fiel am Samstagmorgen der Startschuss durch Bürgermeisterin Karola Voß. Sie äußerte sich ebenso erfreut darüber, dass der Kunstmarkt stattfinden konnte – dank des Engagements des Ahauser Stadtmarketings.

Auch inhaltlich hatte sich das Angebot verändert. Neben Malerei, Fotografie und Bildhauerkunst waren mehr Schmuck und textile Artikel zu sehen als in den Vorjahren.

„Die deutschen Frauen lieben schöne Sachen“

Beate Kozmianski aus Duisburg bot Bernsteinschmuck an, den die Gold- und Silberschmiedin selbst entworfen und gefertigt hatte. „Wir sind durch Mundpropaganda hierher gekommen. Es läuft ganz gut, und es ist eine schöne Umgebung“, freute sich Beate Kozmianski, die gebürtig aus Danzig stammt. Sie war mit ihrem Angebot zum ersten Mal auf dem Kunstmarkt in Ahaus.

Beate Kozmianski aus Duisburg präsentierte ihren Bernsteinschmuck.

Beate Kozmianski aus Duisburg präsentierte ihren Bernsteinschmuck. © Elvira Meisel-Kemper

Suse Kleiderink und Carin Rouhof aus Oldenzaal/NL sind seit dem Start des Kunstmarkts mit ihren Filzarbeiten vertreten. „In Deutschland werden unsere Arbeiten besser geschätzt. Die deutschen Frauen lieben schöne Sachen“, erklärte Kleiderink ihre stetige Teilnahme, während Rouhof einer Besucherin einen blau leuchtenden Filzschal umlegte.

Kunst von Babett Gapski entstand live vor Ort

Ganz andere textile Produkte aus der eigenen Werkstatt hatte Heike Graf aus Wüllen zu bieten. Sie näht Kissen, Rucksäcke und viele andere Dinge, die sie auf Wunsch mit Initialen oder anderen Merkmalen versieht. „Ich bin auf dem Kunstmarkt das erste Mal vertreten. Normalerweise stehe ich immer auf dem Ostermarkt, aber der fiel ja dieses Jahr aus. Meistens kommen die Leute durch meine Visitenkarten nach dem Kunstmarkt auf mich zu“, freute sich Heike Graf.

Heike Graf aus Wüllen mit ihren textilen Produkten

Heike Graf aus Wüllen mit ihren textilen Produkten © Elvira Meisel-Kemper

Eine der wenigen Ausstellerinnen, die vor Ort malten oder formten, war Babett Gapski aus Rhede. „Normalerweise mache ich keine Kunstmärkte, sondern Schulungen für Kursleiter im Kreativbereich. Corona hat alle Termine bei mir gecancelt. Hier habe ich die Möglichkeit, an der frischen Luft und vor dieser tollen Kulisse zu zeigen, wie meine Werke entstehen“, so Babett Gapski. Sie arbeitet mit einem Dekorationsverhärter, mit dem sie Bilder und Skulpturen formt, die sogar wetterfest sind.

Inspirationen für die Malgruppe gefunden

Ulla Engelmann aus Gronau schaute fasziniert zu. „Wir haben in Gronau eine Malgruppe aus neun Leuten gegründet. Ich bin schon öfter auf dem Kunstmarkt gewesen, immer auf der Suche nach neuen Anregungen“, so Ulla Engelmann. Diese Art der kreativen Arbeit nahm sie als eine der neuen Erfahrungen mit nach Hause. „Das probiere ich auch mal aus“, ergänzte sie ihre Begeisterung.

Lesen Sie jetzt