Landrat Kai Zwicker toppt bei CDU-Kandidatenkür sein Wahlergebnis

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Viel mehr Zustimmung geht kaum noch: Mit 99,3 Prozent der Stimmen hat der CDU-Kreisverband am Samstagvormittag im Ahauser Kulturquadrat Dr. Kai Zwicker erneut als Landratskandidat nominiert.

von Josef Barnekamp

Ahaus

, 07.03.2020, 14:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit 139 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme hat der CDU-Kreisverband Dr. Kai Zwicker als ihren Kandidaten für die am 13. September stattfindenden Landratswahlen nominiert.

Damit toppte der 52-jährige Amtsinhaber dabei sogar sein Ergebnis der Kandidaten-Kür vor sechs Jahren: Damals hatten 98,3 Prozent der Delegierten für den Heeker votiert, der ob der großen Zustimmung sichtlich gerührt war. Er werte die hohe Zustimmung auch als Lohn für die gute Arbeit im Kreis und im Kreisverband, so Zwicker nach der Wahl.

In seiner 15-minütigen Bewerbungsrede warf Zwicker einen Blick in die Historie, um den wirtschaftlichen Erfolg des Westmünsterlandes in den vergangenen Jahren zu verdeutlichen. Von rund 15 Prozent Arbeitslosigkeit in den 1990er-Jahren kommend sei es gelungen, diesen Wert auf jetzt rund 3,5 Prozent zu senken.

Kreis Borken als Vorzeigeregion

Heutzutage hätten eine Reihe von Weltmarktführern ihren Sitz im Kreis Borken, der zu einer „Vorzeigeregion Nordrhein-Westfalens“ geworden sei. „Das hat viel mit uns, mit Ihnen und mit der CDU zu tun“, sagte Zwicker.

Zu den vor allem auch vor Ort erreichten Erfolgen gehört auch, dass der Kreis Borken bald 40 Prozent seiner Bürger mit Glasfaseranschlüssen versorgen könne – vier Mal so viel wie im Bundesdurchschnitt.

Fachkräftemangel als Herausforderung

Als Aufgaben für die Zukunft nannte der Landrat den Fachkräftemangel, einen bezahlbaren Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und den Klimawandel samt Energiewende. Bei letzterem Punkt liege eine Hauptlast bei den Landwirten, die Boden, Dächer und Betriebe für Windräder, Photovoltaik und Biogasanlagen bereitstellten.

Zwicker wandte sich dagegen, dass die Landwirte „für alles Übel dieser Welt verantwortlich gemacht“ würden. Die CDU stehe aber an der Seite der Bauern. Viel Beifall von den rund 140 Delegierten und einigen Gästen gab es für Zwickers Aussage: „Ich möchte keine Zusammenarbeit mit der AfD“ und die Absage an „Extremisten von rechts und links.“

Mit Blick auf die dramatischen Zustände an der türkisch-griechischen Grenze betonte der Landrat: „2015 darf sich nicht wiederholen.“ Man dürfe nicht zulassen, dass der türkische Präsident Erdogan die Flüchtlinge missbrauche, um die EU zu erpressen.

Lob für den Bundesgesundheitsminister

Sowohl Zwicker als auch die stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Martina Schrage hatten zu Beginn der Veranstaltung Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für sein Krisenmanagement in Sachen Coronavirus gelobt: Spahn, der als CDU-Kreisvorsitzender die Versammlung hätten leiten sollen, war wegen seiner Verpflichtungen als Minister auch nicht nach Ahaus gekommen und wurde von Schrage vertreten. Schrage betonte, dass der Kreis Borken und dessen Gesundheitsamt gut aufgestellt seien.

Nachwuchskräfte stellten sich vor

Aufgelockert wurde die Kür des Landratskandidaten durch die Vorstellung junger Nachwuchskräfte wie Vredens CDU-Bürgermeisterkandidaten Tom Tenostendarp (28 Jahre), der Borkener Stadtratskandidatin Lisa Seggwiß (25) und der 26-jährigen Katharina Detert aus Gronau, die für die CDU im Kreistag arbeiten möchte.

Geehrt wurde Karl-Heinz Tünte (Raesfeld), der die CDU bislang schon 45 Jahre im Rat vertreten hat, davon 35 Jahre als Fraktionsvorsitzender.

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