Letzte Ratssitzung findet trotz Corona statt – geselliger Teil entfällt

hzAhauser Rat

Bei der letzten Ratssitzung der Legislaturperiode steht in Ahaus der gesellige Teil im Vordergrund. Wegen Corona wurde genau dieser aber abgesagt. Ehrungen und Verabschiedungen aber nicht.

Ahaus

, 26.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die 68. – und gleichzeitig letzte – Sitzung der Legislaturperiode des Ahauser Rats hatte man sich eigentlich ganz anders vorgestellt. Im öffentlichen Teil sollten verdiente Ratsmitglieder feierlich verabschiedet und besondere Leistungen gewürdigt werden. Im Anschluss war traditionell ein gemeinsames Essen mit dem Verwaltungsvorstand geplant. Schon bei der Ansetzung des Termins war klar, dass Corona-Auflagen für Einschränkungen sorgen.

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Doch seitdem hat sich die Lage noch einmal deutlich zugespitzt. „Damals waren wir mit unserem Indizwert zumindest noch nicht auf der roten Stufe“, erklärt Doris Zevenbergen aus dem Büro der Bürgermeisterin. Man habe sich „natürlich“ Gedanken gemacht, was das für eine Ratssitzung bedeutet. Sie gibt zu: „Es gab auch Überlegungen, die Veranstaltung abzusagen.“

Rücksprache mit den Fraktionen gehalten

Nun steht aber fest: Der Rat kommt am Dienstagabend um 19 Uhr in der Stadthalle, Wüllener Straße 18, noch einmal in seiner alten Konstellationen zusammen. „Wir haben die Fraktionen gefragt: Was könnt ihr euch vorstellen? Was ist unter diesen Umständen tragbar?“, berichtet Doris Zevenbergen. Auch hier habe der Wunsch überwogen, den Termin nicht abzusagen. Auch mit Blick auf die konstituierende Ratssitzung in der nächsten Woche (4. November).

Weiterer Grund: Mit dem Hygienekonzept sieht man sich auf der sicheren Seite. „Wir haben mit der Stadthalle einen großen Saal, dessen Kapazität wir längst nicht ausschöpfen. Hier können Abstände gut eingehalten werden“, sagt Zevenbergen. Wegen der hohen Infektionszahlen gibt es die zusätzliche Anordnung, auch am Platz eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. „Ausgenommen davon ist immer nur die Person, die gerade moderiert. Das wird in diesem Fall vor allem Bürgermeisterin Karola Voß sein.“

Geselliger Teil komplett gestrichen

Außerdem, so erklärt es Doris Zevenbergen, habe man beschlossen, auf alles zu verzichten, was das Infektionsrisiko erhöhen könnte: „Die Ehrungen finden am Platz statt. Damit wollen wir vermeiden, dass die Menschen sich viel im Saal bewegen müssen.“ Der nicht-öffentliche Teil der Sitzung wird ersatzlos gestrichen. „Das halte ich für richtig. Den geselligen Teil des Abends stattfinden zu lassen, wäre unter diesem Umständen kaum zu verkaufen gewesen.“

Das Schutzkonzept, das vom Gesundheitsamt des Kreises Borken abgesegnet wurde, sieht vor, dass sich maximal 100 Personen gleichzeitig in der Stadthalle aufhalten dürfen. Doris Zevenbergen geht aber nicht davon aus, dass diese Zahl erreicht wird: „Wir wissen aus der Erfahrung, dass der Andrang sich in Grenzen hält. 30 Zuschauer wären schon viel. Wir erwarten, dass maximal einige Angehörige vor Ort sein werden.“

Für den Fall der Fälle wird man aber dennoch die Besucher zählen und gegebenenfalls einen Einlassstopp verhängen. Wenn man die Ratsmitglieder und den Verwaltungsvorstand abzieht, bliebe noch Platz für gut 50 Zuschauer.

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