Marlies Leukers aus Ottenstein steht sterbenden Menschen bei

Marlies Leukers engagiert sich im Hospizdienst.
Marlies Leukers engagiert sich ehrenamtlich im Hospizdienst. © picture alliance/dpa
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Den Auftakt der Reihe von Porträts über ehrenamtlich Aktive macht Marlies Leuker, die ehrenamtlich im Hospizdienst arbeitet. Mit ihren 63 Jahren bringt sie viel Lebenserfahrung mit. Sie engagiert sich in der Kirchengemeinde St. Georg Ottenstein und beim ambulanten paritätischen Hospizdienst Ahaus.

Bei dieser besonderen Art der Begleitung ist Marlies Leuker für schwerstkranke und sterbende Menschen da – auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Zu ihrer Arbeit gehört es auch, Angehörige und nahestehende Personen zu unterstützen.

Wertschätzung und Einsatz

Ein Ehrenamt, das herausfordernd ist und viel von ihr verlangt, im gleichen Moment aber sehr viel Wertschätzung und schöne Momente voller Dankbarkeit mit sich bringt. Marlies Leuker hat selbst schon erfahren, wie hilfreich es ist, in schwierigen Lebenslagen Unterstützung und Hilfe zu erhalten.

„Es ist mir wichtig etwas zurückzugeben, anderen Menschen zu helfen. Die Arbeit im Hospizdienst verbunden mit all ihren schönen und traurigen Momenten ist für mich eine sehr wertvolle Erfahrung. Dadurch, dass ich auch als Kommunionshelferin tätig bin, hatte ich auch schon die Möglichkeit (auf Wunsch) die Krankenkommunion zu reichen. Auch das sind schöne Momente“, sagt sie.

Ganz nah am Menschen

Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr ein älterer Herr, den sie vor seinem Tod im Dezember 2019 drei Jahre lang begleitet hat. „Die Begleitung fand im häuslichen Umfeld statt. Er hatte Krebs. Zunächst war es etwas schwierig, doch nach und nach wurde die Vertrautheit immer besser, größer. Auch die Ehefrau war oft dabei und wir haben uns richtig gut kennengelernt. Seine gesundheitliche Verfassung hat sich gebessert, stabilisiert“, erinnert sich Marlies Leukers.

„Im September 2019 verschlechterte sich sein Zustand wieder deutlich. Zugleich war das zweite Enkelkind unterwegs. Der Geburtstermin war Anfang Dezember. Sein Wunsch war es, die Geburt noch zu erleben. Mitte Dezember ist er dann in meinem Beisein friedlich gestorben und circa drei Stunden später ist das Kind geboren. Ein kleiner Junge. Leben und Sterben – so nahe zusammen!“, erzählt sie eindrucksvoll von Erlebnissen in ihrem ehrenamtlichen Engagement.

Die Porträts der Ahauser Ehrenamtlichen werden auf der Website der Stadt Ahaus und Website von „Handfest“ veröffentlicht. Mehr Informationen dazu unter gibt es online auf www.stadt-ahaus.de

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