Gar nicht zu zählen waren die Stellen im Kreisgebiet, an denen Tief Thorsten mit seinem eisigen Atem die Strommasten gefällt hatte. © Hubert Stroetmann
Schneechaos 2005

Mit vielen Fotos: Diese Folgen hatte das Schneechaos im November 2005

Ein eisiges Unwetter könnte auch das Westmünsterland treffen. Es gibt eine Unwetterwarnung. Wir blicken aus diesem Grund zurück auf den November 2005, als schwere Schneemassen die Region eiskalt erwischten.

Für das Wochenende sagt der Deutsche Wetterdienst ein Unwetter voraus. Eis, Schnee und Schneeverwehungen könnten auch das Westmünsterland treffen, ab Samstagabend soll es losgehen. Bei vielen weckt diese Wetterwarnung Erinnerungen an ein paar Tage Ende November 2005: an das Schneechaos.

Was bis dahin unvorstellbar war, geschah: Damals schneite es kräftig, innerhalb weniger Stunden fiel ein halber Meter Schnee. Das Tief „Thorsten“ hatte kalte und sehr nasse polare Meeresluft nach Deutschland gelenkt, und im Verlauf des 25. November erreichte das Tief Sturmtiefstärke. Starker Wind und schwerer Schnee lösten Chaos aus.

Katastrophenalarm für den Kreis Borken

Für die Kreise Steinfurt und Borken wurde der Katastrophenalarm ausgerufen, denn die Schneemassen hatten einige Strommasten umgeknickt. Betroffen von dem Stromausfall waren laut RWE rund 250.000 Menschen in 25 Gemeinden, besonders stark im Westmünsterland war die Stadt Vreden betroffen.

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Das Schneechaos 2005 in Bildern

Das „Münsterländer Schneechaos“ hat sogar einen langen Eintrag in der Online-Enzyklopädie Wikipedia: „Das Münsterländer Schneechaos am 1. Adventswochenende 2005 war ein Wetterereignis, welches das Münsterland, Tecklenburger Land, Ruhrgebiet, Osnabrücker Land, das Bergische Land und das südliche Emsland ab dem 25. November 2005 traf und mehrere Tage andauerte. Die Benennung Münsterländer Schneechaos geht auf den Deutschen Wetterdienst zurück“, heißt es da.

Für die Rettungskräfte der Region war es eine einsatz- und arbeitsreiche Zeit, Landwirte verzweifelten daran, dass sie ohne Strom nicht melken konnten, tagelang dauerte es, bis auch der letzte Hof wieder an die Energieversorgung angeschlossen waren. Generatoren waren Mangelware.

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